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Weinglossar

Dieses Glossar wird ständig erweitert. Es erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Falls Sie einen Begriff vermissen oder eine Frage haben, senden Sie uns bitte eine E-Mail an glossar@silkes-weinkeller.de

Abfüllen

Das Abfüllen ist der letzte Schritt der Weinbereitung, bevor der Wein in den Verkauf übergeht. Um den Wein abfüllen zu können, muss dieser chemisch und physikalisch stabil sein. Der Fülltermin muss so gewählt werden, dass der Wein in der Flasche seinen Höhepunkt erreicht. Ebenfalls einen wichtigen Einfluss auf die Art der Flaschenabfüllung hat die Wahl des Verschlusses: Die Leerraumgröße im Flaschenhals und die Sauerstoffzufuhr spielen eine entscheidende Rolle.

Neben verschiedenen Fülltechniken wird auch zwischen kaltsteriler und warmer Abfüllung unterschieden. Eine kaltsterile Abfüllung wird in der Regel bei Weißweinen und lagerfähigen Rotweinen verwendet. Alle Teile der Abfüllanlage müssen vorher mit Heißwasser oder Dampf sterilisiert werden. Eine Warmabfüllung erfolgt in der Regel bei einfacheren Rotweinen. Die wenigsten Weine werden noch mit der Hand abgefüllt – größtenteils werden automatische Abfüllanlagen eingesetzt, welche die einzelnen Schritte der Produktion übernehmen.

Abgang

Der Abgang bezeichnet den Nachgeschmack, den ein Wein beim Hinunterschlucken hinterlässt. Im Abgang gehaltvoll bewertete Weine sind nachhaltiger im Geschmack und enthalten mehr Geschmacksstoffe wie beispielsweise Tannin oder Säure. Die Länge und Dauer des Abgangs ist ein Qualitätsmerkmal des Weins. Die Anzahl der Sekunden, die der Geschmackseindruck nach dem Schlucken oder Ausspucken des Weins im Mund verbleibt, nennt man „Caudalien“. Bleibt auf dem Zungengrund nur ein kurzer Abgang zurück, spricht man von kleinen, armen Weinen.  

Abpressen

Beim Abpressen, auch Keltern genannt, wird die Maische, also die Mischung aus Fruchtfleisch, Kernen, Schale und Saft, in einer Kelter zerdrückt.  

Alkohol

Alkohol ist der umgangssprachliche Ausdruck für Äthylalkohol und Äthanol. Er entsteht während der Gärung des Mostes, bei welcher Hefepilze den enthaltenen Zucker in Alkohol umwandeln. Hierbei entstehen sowohl Äthylalkohol als auch Kohlensäure – wobei der Alkohol als entscheidender Träger aromatischer Eindrücke fungiert.

Um etwa ein Volumenprozent Alkohol zu erhalten, braucht es einer groben Regel nach ungefähr 17 Gramm Zucker je Liter Most. Wie alkoholstark ein Wein wird, hängt daher auch mit dem Zuckergehalt beziehungsweise Mostgewicht des zugrundeliegenden Mostes zusammen.

Alkoholfreier Wein

Alkoholfreier Wein entsteht im Rahmen eines speziellen Verfahrens. Hier wird ein bereits vollständig vergorener Wein vakuumiert und anschließend erhitzt. Dieses Verfahren geht auf Dr. Carl Jung zurück, der schon 1908 feststellte, dass der enthaltene Alkohol im Vakuum bereits bei rund 27 Grad Celsius verdampft. Auf diese Weise wird dem Wein der Alkohol entzogen, während seine Aromastoffe erhalten bleiben.

Um die aromatische Vielfalt eines alkoholfreien Weins aufrechtzuerhalten, werden auch die aufgefangenen Aromastoffe später wieder rückgeführt. Auf diesen Schritt folgt die kaltsterile Abfüllung des Weins, was dem Tropfen seine Haltbarkeit verschafft. Im fertigen alkoholfreien Wein können zwischen 0,0 und 0,5 Volumenprozent Alkohol enthalten sein. Den individuellen Wert finden Weinkenner stets auf dem Etikett.

Alkoholgehalt

Als Alkoholgehalt bezeichnet wird die Menge reinen Alkohols in einem Wein. Der Wert, in Volumenprozent angegeben, beschreibt die genaue Menge an Alkohol in 100 Litern fertigem Wein.  Eine Grundregel besagt, dass rund 7,95 Gramm reinen Alkohols einem Volumenprozent entsprechen. 

Der Alkoholgehalt gehört zu den Pflichtangaben bei der Erstellung von Weinetiketten, ist jedoch kein konkretes Qualitätsmerkmal. Er liefert wichtige Hinweise auf den Charakter und den Ursprung eines Weins. So liegt der Alkoholgehalt zumeist höher, wenn das Mostgewicht des Lesegutes für einen höheren Zuckergehalt spricht.

Alte Reben

Als „Alte Reben“ bezeichnet werden Rebstöcke, die bereits mehrere Jahrzehnte lang in einem Weinberg stehen und jährlich Erträge liefern. Das genaue Alter für „Alte Reben“ ist nicht gesetzlich definiert, weswegen Weingüter hier ihre eigenen Maßstäbe ansetzen. Üblicherweise jedoch sind solche Rebstöcke mindestens 30 oder auch 35 Jahre alt. Nach oben hin gibt es bei „Alten Reben“ ebenfalls keine Grenzen. Manche Weingüter verfügen über Rebstöcke mit einem Alter von über 100 Jahren. 

Ein Wein aus „Alten Reben“ gilt als besonders hochwertig. Dies liegt daran, dass Rebstöcke im Laufe der Jahrzehnte immer schwächere Erträge liefern, während die Qualität der einzelnen Traube steigt. So entstehen häufig konzentriertere und aromatischere Weine. Das tiefreichende Wurzelwerk eines alten Rebstockes sorgt für eine bessere Versorgung mit Wasser und somit eine optimierte Aufnahme von Nährstoffen über die höherliegenden Teile des Wurzelwerks. Dies ist vor allem in Regionen mit trockenem und heißem Klima wichtig.

Anbaugrenze

Bei Anbaugrenzen handelt es sich um geografische Kenngrößen, die den klimatischen Verhältnissen der Erde Rechnung tragen. Derzeit liegt die Anbaugrenze auf der nördlichen Hemisphäre bei fünfzig Grad und auf der südlichen Halbkugel bei dreißig und vierzig Grad. Die Anbaugrenzen beschreiben, bis zu welcher Zone Weinbau möglich ist, verschieben sich jedoch durch den Klimawandel von Jahr zu Jahr geringfügig.

Appellation d'Origine Contrôlée

Die Appellation d'Origine Contrôlée wird in Frankreich seit 2009 als Appellation d’Origine Protégée bezeichnet. Bei diesem Begriff handelt es sich um ein Schutzsiegel für Wein und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse, die bestimmte Vorgaben erfüllen müssen. Überwacht wird die Einhaltung aller Richtlinien vom „Institut national des appellations d’origine des vins et des eaux-de-vie“, kurz INAO.

Ein AOP Wein, früher als AOC-Wein bezeichnet, muss auf traditionelle Weise produziert werden – während sein Lesegut aus einer vorab definierten Region stammen muss. Darüber hinaus ist auch die Produktion innerhalb dieser Region vorgeschrieben, wobei der Wein über Jahre hinweg von gleichbleibender Qualität und Charakteristik sein sollte. Es ist wichtig, dass der betreffende Wein der Tradition seines Herkunftsgebietes Rechnung trägt und sich folglich klar von anderen Tropfen unterscheiden lässt.

In Frankreich selbst entstehen jährlich rund 400 AOP-Weine – wobei die zugehörigen Regionen etwa vierzig Prozent der Gesamtrebfläche einnehmen. Etwa dreißig Prozent des französischen Weines kommen als AOP auf den Markt.

Aromahefen

Aromahefen entstehen im Rahmen einer manuellen Auswahl und Vermehrung von Hefestämmen, die in getrockneter Form verkauft werden. Winzer verwenden Aromahefen, um ein erwünschtes aromatisches Gefüge im Wein zu fördern. Je nach Art des zu erzielenden Aromas können verschiedene Aromahefen zum Einsatz kommen. Sie werden dem Wein schon während des Gärprozesses hinzugefügt und beeinflussen die Ausbildung geschmacklicher Nuancen.

 

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* Alle Preise in Euro inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten