Robert Parker Wine Advocate

Bewertungssysteme für Wein: Robert Parker

Es gibt weltweit zahlreiche Systeme, die bei der Bewertung von Weinen unterschiedlichster Art zum Einsatz kommen. Manche von ihnen sind nur erfahrenen Kennern bekannt, während wiederum andere längst Bestandteil des Allgemeinwissens sind. Ein solches System ist das von Robert Parker entwickelte Punktesystem, das schon auf den ersten Blick verrät, wie viel Genuss ein Tropfen verspricht.

Inhaltsverzeichnis

Wer ist Robert Parker?

Robert M. Parker wurde am 23. Juni 1947 in der US-amerikanischen Stadt Baltimore geboren. Inwiefern Wein und Genuss schon in seinen ersten Lebensjahrzehnten eine Rolle gespielt haben, ist nicht klar. Auch in beruflicher Hinsicht widmete sich Parker nicht von Beginn an der Weinbewertung. Nach seinem Studium an der University of Maryland war er rund zehn Jahre lang als Anwalt aktiv und arbeitete für die Farm Credits Bank in Baltimore. Doch schon während dieser Zeit war klar, dass sich Wein zur wohl größten Leidenschaft seines Lebens entwickeln sollte. In aller Konsequenz kündigte Robert Parker und konzentrierte sich ab 1984 ausschließlich auf die genussvolle Seite des Lebens.

Als professioneller Weinjournalist und Kritiker ist Robert Parker mit mehr als dreißig Jahren Berufserfahrung eine der bekanntesten Größen der Branche. Weinkenner und -liebhaber in aller Welt erwarten seine Bewertungen Jahr für Jahr mit Spannung. Der Einfluss Parkers auf den Weinmarkt ist heute so groß, dass sich seine Meinung sogar auf die Preisbildung niederschlägt.

Veröffentlichungen seiner Bewertungen

Von sich hören lässt Parker darüber hinaus regelmäßig im Newsletter „The Wine Advocate“, der sechsmal jährlich erscheint. Zusätzliche Veröffentlichungen aus seiner Feder sind die Bücher „Rhône Valley“, „Bordeaux“ sowie „Parkers Wine Guide“. Der jährlich erscheinende „Vintage Guide“ gehört ebenfalls zu den wichtigsten Ratgebern rund um den Weingenuss – denn hier finden Genießer entscheidende Hinweise rund um die Trinkreife von Weinen aus verschiedenen Anbaugebieten weltweit.

Anfänglich befasste sich Robert Parker vornehmlich mit französischem Wein. Hier favorisierte er vor allem Tropfen aus den Regionen Bordeaux und Côtes du Rhône. Diesen engen Fokus gab er jedoch frühzeitig auf und erweiterte seinen Horizont in Richtung amerikanischer und italienischer Weine. Dass auch das nicht reichen sollte, zeigte sich dann kurz nach der Jahrtausendwende.

Ab diesem Zeitpunkt durften sich auch Winzer aus Deutschland, Australien und Spanien Parkers strengem Blick aussetzen. Zahllose Weine müssen daher heute verkostet und bewertet werden. All das schafft Robert Parker nicht alleine, sondern nutzt die Expertise eines Verkoster-Teams.

Für besonderes Aufsehen sorgte Parker, als er im Jahr 2012 den Verkauf des „Wine Advocate“ an asiatische Investoren bekanntgab. Rund 15 Millionen US-Dollar war ihnen dieser Deal wert. Die Chefredaktion übernahm kurz darauf Lisa Perotti-Brown. Seit 2017 ist außerdem auch das französische Unternehmen Michelin zu 40 Prozent am Wine Advocate und der zugehörigen Webseite beteiligt. Die Befürchtung, Parker würde sich gänzlich zurückziehen, bestätigte sich jedoch nicht. Auch heute ist und bleibt er beteiligt an Verkostungen und Bewertungen.

Das Punktesystem von Robert Parker

In der Theorie handelt es sich bei Robert Parkers System um eine Skala, deren Maximum die Zahl 100 darstellt. Den Anfang der Skala bildet jedoch nicht die Zahl Null, sondern die Fünfzig. Als Orientierung bei der Entwicklung dieser Range diente das amerikanische Schulnotensystem.

Je mehr Punkte ein Wein von Robert Parker zugesprochen bekommt, desto hochwertiger präsentiert er sich. Ein Überblick hilft bei der Einschätzung:

50 bis 59 Punkte:

Diese Weine erachtet Parker als inakzeptabel. Sie überzeugen die Experten in keiner Weise und präsentieren sich in jeder Hinsicht unterdurchschnittlich.

60 bis 69 Punkte:

Weine mit einer Punktzahl in diesem Bereich gehören weiterhin zu den unterdurchschnittlichen Genüssen. Sie zeigen deutliche Defizite wie starke Säure oder übermäßig dominante Tannine, können jedoch auch durch zu schwache Aromatik oder Weinfehler auffallen.

70 bis 79 Punkte:

Mit diesen Tropfen kommen zwar einerseits solide Genüsse ins Glas, die andererseits allerdings kaum positiv hervorstechen. Es handelt sich um Durchschnittsweine, die auf dem internationalen Parkett nur wenig Aufmerksamkeit genießen.

80 bis 89 Punkte:

Ab 80 Punkten wird es in Parkers System auch für anspruchsvolle Genießer interessant. Diese Tropfen gehören zu den tendenziell überdurchschnittlichen Exemplaren, die durch Finessenreichtum und eine harmonische Aromatik auffallen. Auch spielt ein besonderer Charakter hier meist eine Rolle, während kaum bis keine nennenswerten Schwächen erkennbar sind.

90 bis 95 Punkte:

Zwischen 90 und 95 Punkten werden von Parker vergeben, wenn der verkostete Wein als herausragend bezeichnet werden kann. Komplex und mit auffallend hochwertigem Charakter gesegnet genießen diese Weine Parkers besondere Aufmerksamkeit. Er bezeichnet sie kurz als „terrific“, was übersetzt so viel wie fantastisch bedeutet.

96 bis 100 Punkte:

Am Schluss der Skala stehen außergewöhnliche Weine, die am Markt kaum mehr übertroffen werden können. Eine komplexe Charakteristik finden Genießer hier genau wie klassische Aromen, hervorragende Struktur und Balance. Solche Weine, so Parker, sind es wert, dass nach ihnen auch mit größerem Aufwand gesucht wird.

Fazit: Trotz Kritik ein Monument der Weinbewertung

Dieses Punktesystem ist aus der modernen Weinwelt nicht mehr wegzudenken. Und auch wenn Kritiker bemängeln, dass Parker mit seinen ganz eigenen Vorstellungen vor allem dichte, fruchtbetonte und schwere Weine mit deutlichen Holznoten bevorzugt und feingliedrigere Tropfen so zu verdrängen droht, bleibt der „Wein-Papst“ weltweit beliebt.

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Sollten dennoch Fragen offenbleiben, freuen sich unsere Spezialisten darauf, diese zu beantworten. Schreiben Sie uns dafür einfach an service@silkes-weinkeller.de.

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