Südafrika

Südafrika gilt als der am weitesten entwickelte Staat des afrikanischen Kontinents. Hier floriert die Wirtschaft und internationaler Handel... weiterlesen

Die Geschichte des Weinbaus in Südafrika

Südafrika gilt als der am weitesten entwickelte Staat des afrikanischen Kontinents. Hier floriert die Wirtschaft und internationaler Handel beeinflusst das alltägliche Geschehen. Dies gilt auch für den südafrikanischen Wein – der dortzulande jedoch nicht immer als Exportschlager gehandelt wurde. Erst seit dem 20. Jahrhundert spielt der Staat am Kap der Guten Hoffnung eine bedeutsame Rolle auf dem internationalen Parkett. Wie es dazu kam und warum südafrikanische Winzer es nicht immer leicht hatten.

Inhaltsverzeichnis

Das 17. Jahrhundert – Entdeckung eines besonderen Klimas

Die Reise zu den Anfängen des südafrikanischen Weinbaus führt Genießer unweigerlich in das Jahr 1652. Hier begegnen Historiker dem niederländischen Kaufmann und Schiffsarzt Jan van Riebeeck, der von der „Vereenigden Oostindischen Compagnie“ nach Südafrika entsandt wurde. Sein eigentliches Ziel, die Errichtung einer Proviantstation zwischen Europa und Indien, vergaß van Riebeeck jedoch schnell, als er auf bisher unentdeckte klimatische Bedingungen stieß.

Jan van Riebeeck revolutioniert den südafrikanischen Weinbau

So liegen die Anbaugebiete Südafrikas in einer Zone, die für den Laien als besonders warm und trocken gilt. Dank des Benguelastroms, der aus der Antarktis nach Südafrika fließt, gelangen jedoch kühlere Einflüsse an Land, die ein mediterranes und somit optimales Weinbauklima erzeugen. Das fiel auch van Riebeeck auf, der daraufhin europäische Rebstöcke importieren ließ und im Jahr 1655 erste Weinberge anlegte. Der erste südafrikanische Wein überhaupt entstand nur knapp vier Jahre später.

Nachdem van Riebeeck im Jahr 1677 verstarb, trat der Weinkenner und Fachmann Simon van der Stel an dessen Stelle. Er zeichnete nicht nur verantwortlich für die Gründung von Stellenbosch, sondern rief auch sein eigenes Weingut ins Leben. Dass die Hugenotten, die in den Achtziger- und Neunzigerjahren des 17. Jahrhunderts nach Südafrika kamen, Wein offenbar zu schätzen wussten, sorgte für ein erstes Aufleben des hiesigen Weinbaus.

Schwankende Gemüter im 18. und 19. Jahrhundert

Als weit entwickelt konnte die Weinkultur Südafrikas zum damaligen Zeitpunkt jedoch noch nicht bezeichnet werden. Auch sperrten sich die wichtigen Weinnationen Europas im 18. Jahrhundert gegen Importe aus Afrika und verwehrten den Winzern die Lieferung ausreichender Fassmengen. Dies führte zu abenteuerlichen Experimenten mit ungeeigneten Fässern und verschiedenen Rebsorten, welche die südafrikanischen Winzer zunächst nicht voranbrachten.

Als dann jedoch das 19. Jahrhundert anbrach und die wenig frankophilen Briten Südafrika besetzten, verlieh dies dem Weinbau vor Ort Auftrieb. Bis 1850 hatte sich die Gesamtproduktion südafrikanischen Weines verfünzigfacht. Mit der Beilegung des Konflikts zwischen Briten und Franzosen jedoch stürzte das Land erneut ins Bodenlose. Der Einfall der Reblaus Ende des 19. Jahrhunderts tat sein Übriges – und schnell war es um einige potenzialreiche Weingärten geschehen.

20. Jahrhundert – Südafrikas Weinbau nimmt Fahrt auf

Nach einer wilden Phase, in der südafrikanische Winzer versuchten, die entstandenen Schäden auszugleichen und sogar eine zeitweilige Überproduktion verursachten, entschied sich Charles Kohler 1918 zur Bildung der „Kooperatieve Wijnbouwers Vereniging van Zuid-Afrika (KWV)“. Verbessertes Marketing und optimierte Bedingungen rund um die Weinproduktion sowie die wirtschaftliche Existenzgrundlage der Winzer ließen den Staat aufatmen. Knapp sieben Jahre später entstand die Paraderebsorte Pinotage.

Fokussierte sich die KWV zunächst auf aufgespritete Weine und Brandy, sollte sich dies später ändern. Bis in die Achtzigerjahre hinein erschwerte die Apartheidspolitik den Fortschritt, denn für die Einfuhr von Rebenstecklingen galten strenge Reglementierungen und Begrenzungen. Erst nach dem Lockern dieser Vorgaben konnte sich der südafrikanische Weinbau weiterentwickeln und eine erste Qualitätsoffensive begann. Im Jahr 1973 führte Südafrika das Wine Of Origin System ein, das auf Appellationen basiert und vom Wine and Spirit Board verwaltet wird.

Blieben noch internationale Sanktionen, mit denen Südafrika bis zur Freilassung von Nelson Mandela im Jahr 1990 zu kämpfen hatte. Als diese dann schließlich erlassen wurden, genoss der Staat erstmals den Zugang zum weltweiten Markt. Winzer durften nun endlich andere Länder besuchen und ihren Wein dort Fachpublikum vorstellen.

Weinbau in Südafrika heute

Trotz einiger Schwierigkeiten in den vergangenen 400 Jahren blieb Südafrika seinem Traum von einer florierenden Weinkultur treu. Dass sich das gelohnt hat, beweist das Land heute mehr als eindrucksvoll. Mit über 100.000 Hektar Rebfläche und einer jährlichen Exportmenge von mehr als 490 Millionen Litern Wein spielt Südafrika endlich die Rolle, die sich seine Winzer schon so lange erhofft hatten.

Rote und auch weiße Rebsorten teilen sich das Land nahezu brüderlich

Während auf rote Sorten wie Cabernet Sauvignon, Pinotage, Merlot, Pinot Noir und Shiraz knapp 45 Prozent der Gesamtrebfläche entfallen, nehmen weiße Sorten rund 55 Prozent ein. Die häufigsten hellen Reben Südafrikas sind Chenin Blanc, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Voignier und Sémillon.

Zentrale Punkte, die den südafrikanischen Weinbau prägen, sind Umweltschutz und großer Respekt vor der Artenvielfalt. Winzer vor Ort betreiben Weinbau daher stets im behutsamen Dialog mit der Umwelt und erschaffen Weine, die das Klima, ihre Rebsorten und natürlich auch einen kleinen Teil der südafrikanischen Historie widerspiegeln. Von Südafrika – hier sind sich Kenner in aller Welt einig – ist auch in der Zukunft noch viel zu erwarten.

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