Zwei Männer vor Truck

Winzerview mit Frank Gonzales von Bodegas Atalaya

Bodegas Atalaya liegt in der malerischen Landschaft der Provinz Albacete nahe Almansa. Basis für die heutige Erfolgsgeschichte ist die leidenschaftliche Arbeit der Familie Gil. Angel und Miguel Gil gründeten die Gil Family Estates, zu denen auch Bodegas Atalaya gehört. Das Haus schließt sich der Qualitätsphilosophie der Gründer auch heute noch an. Im Keller von Atalaya steht der Önologe Frank Gonzales. Er gewährt in diesem Winzerview besondere Einblicke.

Hallo! Stellen Sie sich unseren Lesern gern vor!

Hallo, aber gern! Mein Name ist Frank Gonzales und ich bin Winzer bei Bodegas Atalaya. Als Australier mit spanischen Eltern begann meine Karriere als Winzer in Australien. Später jedoch kam ich nach Spanien und assistierte Chris Ringland bei Bodegas El Nido von 2002 bis 2007. 2009 dann startete ich mit der Kreation von Weinen bei Bodegas Atalaya. Ich bin stolz auf meinen Weg innerhalb des Unternehmens. Heute leite ich nicht nur Bodegas Atalaya, sondern auch Bodegas Tridente.

Gebäude zwischen Berg und Reben

Was ist für Sie das Besondere am Weinmachen?

Ich habe das Glück, in verschiedenen Regionen Wein herzustellen und mit einigen der interessantesten einheimischen Sorten wie Garnacha Tintorera, Monastrell oder Tempranillo zu arbeiten.

Für mich ist es eine spannende Herausforderung, mich beruflich weiterzuentwickeln und durchaus auch in verschiedenen Ländern zu arbeiten. Ich genieße die spanische Kultur sehr, da ich auch zur Hälfte Spanier bin. Mich mit dem Wein zu beschäftigen, ist eine großartige Möglichkeit, beide Welten zu verbinden.

Rebe auf braunen Boden

Welche Rebsorten kultivieren Sie? Gibt es hier spezielle Glanzlichter?

Wir bauen hauptsächlich Garnacha Tintorera und Monastrell an. Vor allem die Garnacha Tintorera ist ein Symbol für die DO Almansa und steht für die Einzigartigkeit unserer Anbauregion.

Welcher Philosophie folgen Sie in den Weinbergen?

Die Familie Gil bewirtschaftet dieses Land schon seit mehr als einhundert Jahren. Bis heute betrachten wir jeden Weinberg als eine individuelle Einheit mit eigenem Charakter und Ausdruck. Die Arbeit ist daher so individuell wie das Land selbst.

Im Weinberg denken wir natürlich auch an die nächsten Generationen. Wir setzen auf Nachhaltigkeit, sparen Energie und produzieren Humus mit pflanzlichen Resten, um den alten Weinberg zu düngen. Unser Ziel ist es, die Umwelt zu respektieren und ihr einzigartiges Potenzial auf diese Weise zu schützen.

Karge Landschaft

Beschreiben Sie unseren Lesern kurz das Terroir rund um die Bodega?

Almansa ist eine sehr kontrastreiche Region mit vielschichtigen Böden und einem nicht übermäßig heißen Klima. Hier bei uns reift die Garnacha Tintorera sehr langsam. Das wiederum bietet den Vorteil, dass uns die Rebe Trauben mit besonders konzentrierter Farbe und authentischem Charme liefert. Auch die mineralischen Aspekte der Böden kommt hier schön zur Geltung.

Was bedeutet Qualität für Sie?

Wir bei Bodegas Atalaya sind ziemlich perfektionistisch. Die Philosophie lautet schon seit der Gründung: „Verkaufe keinen Wein, den du nicht selbst gerne trinken würdest.“ Wir sind also sehr anspruchsvoll, was die Qualität angeht. Dies vor allem aus Respekt gegenüber dem Verbraucher.

Fässer in Keller

Welchen Wein trinken Sie gerne und haben Sie bestimmte Favoriten bei Tisch?

Ich selbst habe ein Unternehmen, in dem ich besondere Jahrgänge von sehr einzigartigen Weinen aus der ganzen Welt sammle und verkaufe. Mein persönlicher Geschmack ist aus meiner Sicht sehr eklektisch: Von Tokajern bis hin zu raffinierten Burgunderweinen und auch Schaumweinen gewinne ich vielen Tropfen dieser Welt etwas ab. Als bekennender Hedonist genieße ich alle Speisen mit authentischem Geschmack und aus leidenschaftlichen Küchen.

Möchten Sie zum Abschluss noch ein Geheimnis mit uns teilen?

Wenn ich in Almansa arbeite, miete ich für ein paar Monate ein Haus. In unserer kleinen Stadt kennt jeder jeden. Hier nennen mich die Einheimischen Paco.

Herzlichen Dank für Ihre Zeit!

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