Monastrell Wein aus Spanien und der Welt: Dunkle Traube liebt die Sonne

Diese Rebsorte gedeiht weltweit in vielen Ländern, ihre Heimat allerdings liegt im heißen Klima Spaniens. Weine aus Monastrell bestechen farblich und mit einem einzigartigen Aroma. Ob als Cuvée oder sortenrein, aus Frankreich oder Spanien, es gibt viele spannende Informationen rund um Monastrell Wein zu entdecken.

Inhaltsverzeichnis

Monastrell: Die Besonderheiten der dunklen Rebe

Grundsätzlich unterteilen sich die Rebsorten dieser Welt in weiße und rote Varianten. Während weiße Reben wie Chardonnay und Riesling berühmten Weisswein liefern, umfasst die Riege der dunklen Sorten ebenfalls namhafte Vertreter. Monastrell gehört hierzu, denn die Rebe ist recht weit verbreitet und Teil international geschätzter Cuvées wie Châteauneuf du Pape.

Was die Ampelographie von Monastrell betrifft, so handelt es sich um eine Rebe mit großen, rundlich geformten Blättern, deren Rand eine deutliche Zahnung aufweisen. Die Beeren der Rebsorte sind sehr klein und bei voller Reife von dunkler, beinahe schwarzer, Haut überzogen. Wer die Traube vom Rebstock probiert, bemerkt ein recht bitteres Aroma und vermutet kaum, dass Monastrell im Wein durchaus lieblich ist.

Monastrell im Anbau: Nicht immer einfach

Monastrell ist eine späte Sorte. Winzer lesen die Trauben oft erst in der zweiten Septemberhälfte oder gar im Oktober. Im Weinbau passt sich die Rebsorte gut an viele Bodentypen an. Daher kultivieren Winzer sie an vielen verschiedenen Orten der Welt. Manche Anbaugebiete sind geradezu stolz auf ihre Monastrell, denn ohne sie wären die großen regional bekannten Cuvées nicht die gleichen.

Monastrell fordert Winzer mitunter heraus. Da die Rebe heißes Klima schätzt und oft in entsprechenden Regionen steht, ist das Abpassen des perfekten Erntezeitpunktes essenziell. Zudem kennt die Welt Monastrell für ihre straffen Gerbstoffe, welche erfahrene Winzer im Keller meisterhaft zähmen. Schonende Verfahren im Weinkeller und die Auswahl passender Partner für den Verschnitt gehören daher zum Einmaleins der schwarzen Rebsorte.

Farbe: Monastrell leuchtet mystisch

Diese Rebsorte ist prädestiniert für tiefdunklen Rotwein. Die Uva Tinta, wie Spaniens Winzer ihre Rotweinreben manchmal nennen, wird daher häufig als Partnerin für rote Cuvées verwendet. Hier spendet Monastrell dem Wein nicht nur ihre rassigen und erdigen Eigenschaften, sondern auch intensivere Farbe. Doch auch reinsortig ausgebaut überzeugt Monastrell mit ihrer guten Farbe, welche zwischen der Schale reifer Brombeere und Schwarzkirsche changiert.

Typischer Geschmack: Reif, vollmundig und körperreich

Monastrell liefert die ideale Grundlage für fleischige und mundfüllende Rotweine. Im Bukett entfaltet sich bei dieser Rebsorte eine wahre Explosion der Aromen. Noten von Brombeere und dunkler Schokolade vereinen sich im Vino Tinto mit einem Hauch mediterraner Kräuter und frisch gemahlenem Pfeffer. Auch Veilchenblüte findet sich häufig im Duft der Monastrell. Jumilla bietet zudem Weine aus dieser Rebe, welche durchaus animalische Nuancen aufweisen.

Am Gaumen zeigt Monastrell sich erneut fruchtig. In der Natur dieser Weine liegt darüber hinaus ein präsentes und prägnantes Spiel der Gerbstoffe. Daher kommt ein Wein mit dieser Rebsorte häufig samtweich und rassig strukturiert daher. Der Gehalt an Alkohol ist bei Monastrell durchschnittlich stark ausgeprägt.

Monastrell: Synonyme und Aussprache

Aufgrund ihrer weltweiten Verbreitung und der Beliebtheit der Rebe bei Bodegas in verschiedenen Regionen Spaniens, trägt Monastrell mehr als eine Bezeichnung. Allein in Spanien nennen Winzer sie nicht nur Monastrell, sondern auch Morastell, Vemeta und Gayata bekannt. Im Französischen heißt die Rotweinrebe Mourvèdre. Unter diesem Namen kultivieren Winzer sie meist auch in weiteren Weinregionen der Welt.

Die Aussprache ist bei dieser Rebe besonders leicht. Im Spanischen wird der Name ausgesprochen, wie er sich schreibt. Die Zune rollt, typisch für die spanische Sprache, das „R“. Die französische Bezeichnung spricht sich vereinfacht geschrieben „Muhr-wä-dre“ aus.

Speisen zu Monastrell: Wein bei Tisch

Vollmundige Rotweine wie jene aus Monastrell schenken Genießern vor allem an der Seite reichhaltiger Speisen große Genussmomente. Sehr harmonisch gelingt das Zusammenspiel aus hohem Tanningehalt mit würziger und reifer Aromatik.

Die Frucht des Weins passt gut zu allerlei Wildgerichten, gegrilltem Rindfleisch und mediterrane Lammschulter aus dem heißen Ofen. Um auch die floralen Nuancen aus dem Bukett der Rebe aufzugreifen, lohnt sich der Griff zu klassischen Kräutern aus Südfrankreich: Thymian, Rosmarin, Estragon und sogar Lavendel harmonieren in ihrer aromatischen Vielfalt perfekt mit diesem Rotwein.

Wahre Geheimtipps sind selbstverständlich auch spanische Köstlichkeiten. Würzige Tapas wie Datteln im Speckmantel, reifer Manchego Käse, herzhafter Eintopf mit weißen Bohnen und Kartoffeln sowie Schinken vom Iberico Schwein bieten ein besonderes Erlebnis bei Tisch.

Cuvée oder reinsortig? Monastrell begeistert auf zwei Wegen

Die Frage, ob Monastrell nun als reinsortiger Wein oder in der Cuvée die bessere Wahl ist, kennt keine pauschale Antwort. Die rote Rebe nämlich präsentiert in beiden Fällen klare Vorzüge. Oft bestimmt der individuelle Geschmack darüber, welcher Tropfen der passende ist.

Monastrell im Verschnitt

Im Verschnitt weist manch roter Wein an der Seite von Monastrell auch Grenache Noir (in Spanien Garnacha) oder Syrah, Cabernet Sauvignon und Merlot auf. Da es sich um eine Traube mit dicker Schale handelt, verwenden Winzer sie gerne, um dunkle Weine mit reicher Struktur und einem soliden Alkoholgehalt zu erzeugen.

Sortenrein ausgebauter Monastrell Wein

Als reinsortiger Wein ist hochklassiger Monastrell oder auch Mourvèdre eine Offenbarung und beweist, dass der hinter dem Genuss stehende Winzer großes Talent besitzt. Die Rebsorte nämlich verlangt schon im Weinberg besonderes Können und braucht im Keller eine Hand, die ihr rassiges Temperament in ruhigere Bahnen zu leiten weiß.

Gelingt dies, besticht Monastrell durch einen vollmundigen und samtweichen Körper, tiefdunkle Beerenaromen und eine angenehme Kräuterwürze. In Spanien liefert mancher Winzer aus Jumilla Monastrell als sortenreinen Genuss von Weltniveau. Reinsortiger Monastrell aus Südfrankreich entsteht vor allem in der Region Bandol. Hier ist Mourvèdre sogar die Hauptrebe.

Wer bisher die prickelnden Tropfen aus der Champagne zu schätzen wusste, findet mit Monastrell zusätzlich eine spannende Alternative. Ähnlich wie Pinot Noir im Champagner dient Monastrell in Spaniens roséfarbenen Cavas als farbgebende Rebe.

Lagerfähigkeit: Monastrell wartet gerne

Häufig möchten Genießer Weine nicht nur für den sofortigen Verzehr kaufen, sondern ihre Sammlung um potenzialreiche Tropfen ergänzen. Besonders wichtig ist es dabei, dass der Wein auf der Flasche weiter reift und dabei keine qualitativen Verluste erlebt.

Mit Monastrell, als Crianza, Reserva oder anderweitig gereiftem Wein stehen die Chancen auf hohe Lagerfähigkeit sehr gut. Diese tiefdunklen Exemplare lagern meist problemlos mehrere Jahre lang im Keller.

Der Anbau und Ausbau von Monastrell in aller Welt

Die Geschichte der Monastrell Traube reicht bis weit in die Vergangenheit zurück. Wenngleich sich die Rebe heute in zahlreichen Ländern der Welt verbreitet, so liegt ihr Ursprung aller Vermutung nach in Spanien, genauer in Valencia. Es gibt Gerüchte, welche von einer Ankunft der Rebe mit den Phöniziern erzählen. Dies deutet darauf hin, dass sie in Spanien zu den wohl ältesten Reben zählt.

Innerhalb Spaniens ist Monastrell in Jumilla, allgemein im Osten des Landes mit Murcia, Catalunya, Alicante und Yecla zu finden. Weltweit betrachtet sind auch Argentinien, Australien, Kalifornien (Vereinigte Staaten von Amerika) und Frankreich Anbauländer, in denen Monastrell teilweise unter anderem Namen bekannt ist.

Jumilla und Monastrell: Beliebte Rotweinrebe

Mit mehr als 30.000 Hektar Rebfläche ist Jumilla die größte der DOs von Murcia. Dass sie zudem auch die älteste ist, verleitet viele Experten dazu, sie insgeheim als wichtigste Weinbauregion innerhalb Murcias zu bezeichnen. Monastrell gibt es hier bereits seit Jahrhunderten. Ein weiterer Vorzug: Dank seiner sandigen Böden ist das Land von Jumilla weniger anfällig für die Reblaus.

Da der Schädling zu einem späteren Zeitpunkt dennoch die Weinberge heimsuchte, strukturierten viele Winzer ihre Ländereien um, mussten jedoch nicht alle ihre Reben aufgeben. Aus diesem Grund gibt es in Jumilla Monastrell mancherorts noch in seiner wurzelechten Form. Die betrifft etwa zehn Prozent des gesamten Bestandes an Reben dieser Sorte. Insgesamt sind 85 Prozent der Rebfläche von Jumilla mit Monastrell bestockt.

Die Voraussetzungen für eine gute Verbreitung der Rebe in der Region ist, dass Monastrell in Jumilla Vino Tinto erzeugt, welcher als besonders hochklassig gilt. Die Rebstöcke stehen teilweise in großer Höhe auf kargen Böden. Dank der Buscherziehung fügen sie sich in das heiße Klima der Region und bringen geringe Erträge hervor. In jeder einzelnen Traube konzentrieren sich Farbe und Aroma daher besonders intensiv.

Weingut Juan Gil: Berühmtes Gut und großer Wein

Monastrell, Jumilla und Vino Tinto für anspruchsvollen Genuss: Diese Kombination beschreibt gut, was Weingut Juan Gil Genießern bietet. Die Geschichte des Unternehmens ist von einem besonderen Sinn für Familie geprägt. Obwohl ihre Vorfahren das Haus in der Vergangenheit einmal verkauften, erweckte die junge Generation die Familientradition 2001 wieder zum Leben.

Von der Weinlese bis zur fertigen Flasche tragen neun Familienmitglieder heute Sorge für das Gut. Einzigartiger Rotwein, dessen dunkle Farbe von den kargen Böden der Weinberge und dem schonenden Ausbau in der modernen Kellerei erzählt, ist das Aushängeschild von Bodegas Juan Gil.

Ein Großteil der 120 Hektar Rebfläche stehen bei diesem Gut in Jumilla unter Monastrell. Die Kellermeister bauen die Rebe sortenrein aus. Ihre Weine eignen sich perfekt für all jene Genießer, welche auf der Suche nach authentischem und rassigem Monastrell sind.

Monastrell Wein online kaufen bei Silkes Weinkeller: Schneller Versand, professionelle Beratung

Weißwein oder Rotwein? Magnum oder 0,7 Liter? Monastrell aus Jumilla oder Mourvèdre aus Bandol? Bei Silkes Weinkeller erhalten Sie auf der Suche nach individuell passendem Weingenuss stets die richtigen Antworten. Die dunklen Weine aus der beliebten Monastrell-Rebe präsentieren wir Ihnen in mehreren Varianten von der Cuvée bis hin zum sortenreinen Tropfen.

Jeder Wein innerhalb unseres Sortiments durchläuft vor seiner Aufnahme einen sorgfältigen Prozess. Unsere Experten verkosten die Produkte, lernen die Winzer kennen und entdecken auch kleine Winzer mit großem Potenzial für Sie. Damit Sie wissen, ob Ihr ausgewählter Wein auch wirklich zu Ihnen passt, haben wir ein umfassendes Info Angebot zusammengestellt. Die Info-Bereiche enthalten nicht nur detaillierte Beschreibungen der Weine, sondern auch des Weinguts. Sie finden zusätzlich konkrete Tipps bezüglich passender Speisebegleitung und eine ausführliche Verkostungsnotiz.

Ergeben sich weitere Fragen oder wünschen Sie zusätzliche Beratung, wenden Sie sich gerne an unsere fachkundigen Service Mitarbeiter. Sie erreichen das Team unter service@silkes-weinkeller.de.

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