Juan Gil Weine

Rosario Vera Candela, Mutter von neun kleinen Kindern, durchlebte als junge Frau eine traurige Phase. Nach dem plötzlichen Verlust ihres Mannes... weiterlesen

Rosario Vera Candela, Mutter von neun kleinen Kindern, durchlebte als junge Frau eine traurige Phase. Nach dem plötzlichen Verlust ihres Mannes Juan Gil González sah sie sich gezwungen, seine Kellerei samt Grundstück im Südosten Spaniens zu verkaufen. Mit dem Erlös zog sie ihre Kinder groß. Einen großen Teil legte sie zur Seite. Davon sollten ihre Töchter und Söhne studieren. Das taten sie. Nach dem Studium war der neunköpfigen Juan Gil Truppe klar, in die Fußstapfen ihres Vaters González, Urgroßvaters Guerrero und Ururgroßvaters Jiménez zu treten. So eröffneten sie im Jahre 2001 die Bodegas Juan Gil. Gemeinsam repräsentieren die Frauen und Männer symbolisch die neue Juan Gil Ära. Patron sind Miguel und Ángel Gil Vera. Ihr Ziel: Von Anfang an in den internationalen Export zu investieren. Ihnen war klar, sie erreichen das nur mit hohen Qualitäten zu niedrigen Preisen.

Neun Geschwister leiten Juan Gil

Alle Schwestern und Brüder arbeiten in der Gil Family Estates. Welche mittlerweile zehn Weingütern in neun Appellationen in Spanien zählt. Dazu gehört auch die renommierte Bodegas El Nido. Das zeitgleich gegründete Nachbarweingut liegt direkt neben der Bodegas Juan Jil. Aus allen zehn Weingütern ergeben sich in etwa 1.600 Hektar Rebfläche. Daraus füllen sie 8,5 Millionen Flaschen pro Jahr ab. Die größte Fläche stammt aus dem Hauptquartier, der Bodegas Juan Gil. Hier entstehen aus sechshundert Hektar Rebenlandschaft vier Millionen Flaschen Juan Gil Rotwein.

Extremes Klima prägt die Jumilla-Weine

Die architektonisch modern gebaute Bodegas Juan Gil liegt in einem Landstrich wilder Manier. Unweit der Stadt Jumilla erstrecken sich die Weinberge in der hügeligen Peñarrubia-Zone. Das Anbaugebiet D.O. Jumilla fällt in die Region der autonomen Gemeinschaft Murcia. Die Luftlinie zum Meer beträgt gerade einmal siebzig Kilometer. Miguel und Ángel Gil Vera kultivieren hier hauptsächlich die autochthone Rebsorte Monastrell. Eine Rebe mit tausend Jahren Historie. Früher nannten die Einheimischen sie Mataró. Und bei den Franzosen heißt die Traube Mourvèdre, welche sich in vielen Appellationen Frankreichs findet. Dennoch gilt Jumilla als das Königreich der Monastrell-Traube. Sie fühlt sich nirgends wohler als hier. Denn in dem mediterranen bis semiariden Mikroklima herrschen oft über vierzig Grad Celsius. Die Sonne scheint mehr als dreitausend Stunden im Jahr. Hingegen regnet es extrem selten.

Jumilla ist das heißeste und trockenste Gebiet Spaniens. Was der Monastrell zugutekommt. Sie benötigt viel Zeit, noch mehr Sonne und wenig Wasser zum Reifen. Dazu mag sie karge und nährstoffarme Böden. Auch, dass die Temperaturen bis zu zwanzig Grad Celsius zwischen Tag und Nacht schwanken, stört die Traube kaum. Sie nutzt die kühle Nacht schlicht zum Ruhen.

Das Königreich der Monastrell-Traube

Die Weinberge ragen 700 und 850 Meter in die Höhe. Dort oben stoßen dreißig bis fünfzig Jahre alte Reben in traditioneller Buschform ihre Wurzeln durch eine nährstoffarme Kies- und Steinschicht in Böden aus Sand, Kalk und etwas Ton. Der Kalk- und Tonanteil dient als Wasserspeicher. Wobei sich jede Parzelle in der Struktur der Böden unterscheidet. Was typisch für Jumilla ist. Hier stehen sogar noch knapp zehn Prozent wurzelechter Monastrell-Reben. Denn die Reblaus erreichte Jumilla fast zwanzig Jahre später als andere europäische Weinländer, da sie keinen Sandboden mag. Dadurch hielt sich der Schaden gering. Wegen der alten Reben beträgt der Traubenertrag maximal zwei Kilogramm pro Rebstock. Aber wenig Ertrag bedeutet mehr Geschmack.

Daneben bauen die Juan Gil's Syrah, Cabernet, Merlot und Petit Verdot aus. Rundum Rebsorten die für etwas mehr Würze und Frucht im Jumilla-Wein sorgen. Allerdings bewässern Miguel und Ángel Gil Vera die ortsfremden Reben und erziehen sie am Drahtspalier. Nur mit diesen Maßnahmen gedeihen sie in dem Extremklima von Jumilla.

Eines ist überall im Weinberg gleich. Die Juan Gil's verzichten auf Schwefel und Sonstiges, um Botrytis und Schimmel zu bekämpfen. Ihr Grundsatz beruht auf strenge organische Weinbauarbeit. Zudem vinifizieren sie die Trauben aus jeder Parzelle separat. Erst im fertigen Wein vermählen sie die Trauben wieder.

Alte Reben treffen auf neuste Technologie

Die Juan Gil Rotweine kreieren sie in der blitzblanken Kellerei von der Bodegas Juan Gil. Das gesamte Gebäude befindet sich auf einem technologischen Topniveau. Moderne Geräte bilden den Grundstein für die akkurate Hygiene. Klima- und Belüftungsanlagen umsorgen die Jumilla-Weine mit der richtigen Temperatur und einer punktgenauen Luftfeuchte. Natürlich vergären sie die Trauben in temperierten Edelstahltanks und Bottichen. Wobei sie selbstgezüchtete Hefen verwenden. Diese stammen aus den Naturstämmen ihrer eigenen Weinberge. Dadurch spiegeln die Juan Gil Rotweine das Terroir unverfälscht wider. Denn Wein entsteht in erster Linie im Weinberg und in zweiter Linie im Keller. Auch eine eigene Baumschule gehört zum Repertoire der Juan Gil's. Dort ziehen sie kleine Reben für die nächste Generation heran. Aber sie denken noch einen Schritt weiter. Sie investieren in den Klimaschutz. Dadurch spart das in sich geschlossene Selbstversorger-Weingut zehn Tonnen Energie und vierzig Tonnen Kohlenstoffdioxid. Zudem entwickelten sie eine Umkehrlogistik der Nebenprodukte. Alles verwenden sie im Weingut wieder.

Juan Gil Rotweine gewinnen internationales Interesse

Ihrer Vision, sich weltweit im hohen Marktwettbewerb zu positionieren, erreichten sie schnell. Auch, wenn dies mit Verlusten einherging. Was unter anderem daran lag, dass die damalige Fachpresse Jumilla als Weinland belächelte. Die Bodegas Juan Gil änderte das. Heute sind sie der größte Exporteur für spanische Weine. In den Vereinigten Staaten ist Juan Gil der meistverkaufte spanische Wein. Ein weiterer erheblicher Anteil geht nach Deutschland, England, Litauen, die Schweiz und der Ukraine. Die Familie Juan Gil freut sich, dass die Jumilla-Weine endlich ihre verdiente Anerkennung genießen.

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