Spannende Kuriositäten aus der Welt des Weins

Wein-Kuriositäten
 

Keine Frage: Wein ist unabhängig von Anlass, Rebsorte und Herkunft stets ein besonderer Genuss. Dass sich hinter jedem Tropfen eine Geschichteverbirgt, lädt zu Entdeckungsreisen um den Globus ein. Wer dann die Ohren spitzt, findet hier und dort kuriose, lustige und ganz und gar erstaunliche Geschichten, Fakten und nützliche Informationen zum Thema Wein. Sicherlich wäre die Welt des Weins weniger bunt, würden diese Kuriositäten nicht in aller Welt von Ohr zu Ohr weitergereicht werden.

 

Ein Rotwein nur für Katzen

 
Freunde spitzohriger Samtpfoten kommen seit 2013 in den Genuss, auch mit ihren Katzen anzustoßen. Das japanische Unternehmen „B&H Lifes“ nämlich brachte in diesem Jahr einen alkoholfreien Wein nur für Katzen auf den Markt. „Nyan Nyan Nouveau“ nennt sich dieser Tropfen, der im Wesentlichen aus Vitaminen, Traubensaft, Wasser und – natürlich – Katzenminze besteht. Die 180 Milliliter Flasche wechselt für rund 399 (circa 3,80 Euro) Yen den Besitzer.

Und während Samtpfoten-Besitzer hellauf begeistert vom Katzenwein sind, üben sich die felinen Begleiter in anmutiger Zurückhaltung. Wie Tests des Herstellers bewiesen, konnte sich aus einer Gruppe von zehn Katzen lediglich eine für „Nyan Nyan Nouveau“ erwärmen.

 

Der größte Weinkeller der Welt

 

Nur ein müdes Lächeln hätte der Weinkeller im moldawischen Cricova für die Kellereien gewöhnlicher Weingüter übrig. Auf riesigen 53 Hektar, rund 100 Meter unterhalb der Erdoberfläche reifen hier rund 1,2 Millionen Weinflaschen. Wer diesen Keller besichtigen möchte, stapft in berühmte Spuren, denn auch Nikita Chruschtschow ließ sich hier bereits in die Kunst des Weingenusses einführen.

Das über 120 Kilometer lange Stollensystem beherbergt sowohl Weinkeller als auch Räumlichkeiten für Weinverkostungen. Um die Navigation zu erleichtern, tragen viele der Gänge die Namen bedeutsamer Rebsorten.  

 

Die älteste Weinrechnung Deutschlands

 

Jede Rechnung, die heute in Straußwirtschaften und Weingütern auf den Tisch kommt, hat einen besonders alten Verwandten, der bis heute existiert. Die älteste Weinrechnung nämlich, die bisher in Deutschland gefunden und erhalten werden konnte, ist auf den 18. November 1211 datiert. Sie beschreibt die Abtretung der Rechte am Zehnten der Güter des Sankt Viktorstiftes seitens Schloss Vollrads. Rund 3.600 Liter Wein erhielt die Familie Greiffenclau für diese Abtretung jährlich.

Auf der Rechnung ebenfalls zu sehen ist das Wachssiegel des früheren Erzbischofs Siegfried II. von Eppstein. Wer heute einen Blick auf das historische Dokument werfen möchte, findet es im Stadtarchiv der Stadt Mainz.

 

Das größte Weinfass der Welt

 
Rund elf Autominuten entfernt vom namhaften Weingut von Winning und seinen Tropfen wie dem Forster Riesling U 500 finden Weinfreunde ein Weinfass, das jedem bisher dagewesenen Superlativ trotzt. Ganze 1,7 Millionen Liter Wein fasst das Dürkheimer Riesenfass bei einem Durchmesser von rund 13,5 Metern. Um ein solches Fass zu bauen, ließ Küfermeister Fritz Keller im Jahr 1934 insgesamt 200 Tannen von 40 Metern Höhe fällen.

Im Inneren des „Därgemer Fasses“ reift jedoch kein Wein. Hier nämlich können sich Gäste in außergewöhnlichem Ambiente niederlassen und die Annehmlichkeiten eines Restaurants genießen.

 

Todesstrafe auf Weingenuss im alten Rom

 

Die alten Römer gelten bis heute als Volk, das ausgiebigen Feiern, Gelagen und sogar Orgien nicht abgeneigt war. Hier floss der Wein schon zu Zeiten der Gründung der Stadt in Strömen. Wie überlieferte Geschichten jedoch erzählen, stand der Weingenuss nicht jedem Mitglied der römischen Gesellschaft gleichermaßen zur Verfügung. Frauen aus ehrbarem Hause soll das Trinken von Wein strikt verboten gewesen sein. Und taten sie es doch, wartete keine geringere Sanktion als die Todesstrafe auf sie.

Um herauszufinden, ob sich eine Frau über dieses Verbot hinweggesetzt hatte, sollen ihr Verwandte einen Kuss auf den Mund gegeben haben. Wurde hier der typisch weinige Geschmack entdeckt, war es um die Römerin geschehen. Die einzigen Frauen, die der Überlieferung nach keine Strafe zu befürchten hatten, waren jene, die den Römern bei Orgien und Gelagen mit Musik und Tanz Unterhaltung boten.

 

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