Preisklassen bei Wein – Massenprodukt oder Kunstwerk?

 

Jede zweite Flasche Wein in Deutschland wird in Billig-Discountern verkauft. Weitere 18 Prozent in den besser sortierten Supermarktketten. Der Hang zum günstigen Tropfen lässt sich folglich nicht wegdiskutieren. Aber ist der Preis ein gutes Kriterium für Qualität? Und lohnt es sich, sich beim Spezialisten umzuschauen?

 

Gründe für günstige Flaschenpreise

 

Listet ein Discounter einen neuen Wein, strebt er meist eine halbe Million Flaschen pro Jahrgang an. Ein einzelner Winzer kann diese Menge kaum erzeugen. Denn solche Mengen erfordern eine Weinproduktion im industriellen Ausmaß. Oft kaufen große Weinkonzerne Trauben von verschiedenen Erzeugern zu. Häufig werden auch bereits abgefüllte Tanks bestellt und dann verschnitten. Nur so schaffen sie es, Mengen von einhundert Millionen Litern zu überschreiten.

Der Wein der großen Marken schmeckt im jedem Jahrgang gleich. Wie auch beim Bier wünscht sich der Verbraucher gerne Vertrautes. Gleichbleibende Geschmacksbilder statt schwankende Jahrgänge. Wein aus kostenoptimierter Massenproduktion bedient sich folglich häufig kleinerer und größerer Kniffe. Nicht selten finden aromatisierte Hefen, Enzyme, Kunstdünger und Eichenholzchips Verwendung. In der Regel entstehen dabei profillose, austauschbare Weine ohne besonderen Charakter.

 

Abkehr von der Masse muss nicht kostspielig sein

 

Es kann eine kleine Offenbarung sein, einen Wein zu probieren, den ein Winzer aus seinem ökologisch bewirtschafteten Weinberg handgelesen und handwerklich hergestellt hat. Nicht selten greifen Winzer dabei auf Rebstöcke zurück, die schon seit Generationen von ihren Familien gepflegt werden.

Handlese sowie qualitätsorientierte Arbeit im Weinberg und auch in den Kellern gehören zu den durchaus schmeckbaren Merkmalen. Auch macht es einen Unterschied, wenn der Winzer seinen Rotwein über Jahre in kleinen Eichenfässern erster Güte reifen lässt. Dadurch bilden sich raffinierte Aromen, weiches Tannin und eine feine Holznote. Den Winzer kostet so ein Fass gut und gerne 900 Euro.

Es ist wunderbar, wenn es dem Winzer gelingt, „den Weinberg in die Flasche zu bringen“ und somit das Terroir spürbar werden zu lassen. Der Schiefersteilhang der Mosel lässt nur komplizierte Handlese zu und keine maschinelle Ernte. Dies verkompliziert die Herstellung eines guten Rieslings erheblich, bringt aber einzigartige mineralische Noten in den Wein.

Es kann neue Dimensionen eröffnen, wenn ein Wein enormen Extraktreichtum birgt, weil der Winzer die Hälfte der Traubenstände in einer „grünen Ernte“ geopfert hat, um die Qualität der restlichen Trauben zu steigern.

Keinesfalls gehen solche ehrlichen und authentischen Weine ausschließlich für hohe Preise über die Ladentheke. Schnell deutlich wird das am Beispiel der Preisklassen bei Silkes Weinkeller:

Ja, auch unter einem Flaschenpreis von zehn Euro lassen sich Weine finden, die ihren Genießer positiv überraschen. Hierbei werden alle Weine von Silkes Weinkeller einzeln verkostet und ausgewählt – so finden Sie auch in dieser Preisklasse ganz besondere Qualitäten. Als unterhaltsamer Wein bei Tisch, an lauen Sommerabenden im Garten oder auch in gemütlicher Runde vor dem Kamin wissen die ausgewählten Weine durch ihr besonderes Preis-Leistungs-Verhältnis in jedem Fall zu überzeugen.

Unter Weinen, die pro Flasche zwischen zehn und zwanzig Euro kosten, finden sich mitunter besondere Highlights. Hier zeigen sich Weingüter aus aller Welt mit ihren Aushängeschildern und bieten sowohl Alltagsweine als auch Tropfen für besondere Momente an. Im Bereich unter zwanzig Euro finden Sie Weine, die eine Geschichte erzählen. Von dem Ort und dem Klima in dem sie heranwuchsen und der Handwerkskunst des Weinmachers. Zusätzliche Bewertungen durch Kritiker und Verkostungsnotizen stellen gute Wegweiser im Hinblick auf die gebotene Qualität dar.

Ab zwanzig Euro ist die Skala nach oben offen. Das macht es schwierig, eine pauschale Aussage zu treffen, denn eine 25-Euro-Flasche weiß sich in den meisten Fällen von jenen zu unterscheiden, die für dreistellige Beträge angeboten werden.

 

Dennoch bleibt die grundsätzliche Linie sichtbar: Ab zwanzig Euro stehen die Chancen auf den Genuss eines Spitzenweins gut. In diesen Tropfen ist meist viel Arbeit zu finden, Steillagen und Handlese stellen hier keine Seltenheit dar. Auch Raritäten, Ausnahme-Jahrgänge und prestigeträchtige Güter fühlen sich in der Preisklasse ab zwanzig Euro wohl. Solche Weine eignen sich beispielsweise als Geschenk, für die großen Momente im Leben und manchmal sogar als Kapitalanlage.

Das Sortiment von Silkes Weinkeller bietet eine große Auswahl erlesener Weine und handwerklich hergestellter Naturprodukte abseits der Massenproduktion. In allen drei Preisklassen bleiben wir dabei auf Qualitätskurs und gehen keine Kompromisse ein. So bleibt es unseren Kunden weiterhin überlassen, in welchem finanziellen Umfang sie dem Weingenuss nachgehen möchten. Die Verbindung zu leidenschaftlich arbeitenden Winzern und Traditionshäusern bleibt dabei immer bestehen. Premium-Qualität, da sind wir uns sicher, ist im gesamten Spektrum verfügbar und muss nur gefunden werden!

 

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