Die 13 Weinbaugebiete in Deutschland: Mosel

Landschaft und Weinbaugebiet an der Mosel
 
Zwischen Eifel und Hunsrück darf sich das Weinbaugebiet Mosel einer stets wohlbehüteten Lage erfreuen. Die geografischen Vorzüge kommen dem Weinbau gemeinsam mit klimatischen und topographischen Aspekten zugute, weswegen dem Moselwein immer ein guter Ruf vorauseilt. Die Entwicklung der Region gleicht einer Erfolgsgeschichte.

 

Von den Römern bis heute: Die Geschichte des Weinbaus an der Mosel

 
Weinbaugebiet Mosel Die Mosel stellt gemeinsam mit den Nebenflüssen Ruwer und Saar die lebensspendende Ader der Weinbauregion dar. Schon die Römer erkannten das Potenzial der bergigen Landschaft und begannen bereits vor 2.000 Jahren mit dem Weinbau entlang der Flüsse und Hänge.

Im Mittelalter setzte sich fort, was die Römer einst begonnen hatten. Mit der Zeit entwickelte sich rund um die Mosel eine ganz eigene Genusskultur, in der sich der Riesling schnell etablieren konnte. Er ist bis heute die wohl wichtigste Rebsorte des Weinbaugebiets und nimmt rund 5.000 Hektar Rebfläche in Anspruch.

Lange Zeit war die Region unter dem Namen „Mosel-Saar-Ruwer“ bekannt. 2006 allerdings änderte sich das und die dreiteilige Bezeichnung wurde stark vereinfacht. Ab diesem Zeitpunkt gelangten die Weine mit der Herkunftsinformation „Mosel“ in den Handel. Hiervon versprachen sich die Winzer werbliche Vorteile.

Das Weinbaugebiet ist das weltweit größte Steillagenweinbaugebiet. Wer die Landschaft durchwandert, wird entsprechend viele Terrassen sowie Steillagen finden, die sich nicht maschinell bewirtschaften lassen. Dennoch produzieren die Moselwinzer jährlich im Schnitt 750.000 Hektoliter Wein.

 

Sechs Bereiche, ein Gebiet

 

Die Herkunft von Wein aus dem Anbaugebiet Mosel kann sehr granular beschrieben werden. Immerhin unterteilt sich die gesamte Region in sechs Bereiche, die wiederum 18 Großlagen sowie 524 Einzellagen zu bieten haben. Die sechs Hauptbereiche bilden

  • – Burg Cochem
  • – Bernkastel oder auch Mittelmosel
  • – Obermosel
  • – Moseltor
  • – Saar
  • – und Ruwertal.

 

Insgesamt stehen hier etwa 8.800 Hektar unter Reben, 91 Prozent davon liefern Weißwein.

Tipp: Wer einmal Urlaub an der Mosel macht, sollte sich eine Wanderung entlang einer der touristischen Routen nicht entgehen lassen. Sowohl die Luxemburger Weinstraße als auch die Saar-Riesling-Straße und die Moselweinstraße eignen sich hervorragend, um die Landschaft kennenzulernen. Gelegentliche Pausen in einladenden Straußwirtschaften sind hier eine Selbstverständlichkeit.

 

Mosel: Rebsorten und Weine

 
Weißwein Keine Rebsorte wird an der Mosel so zahlreich angebaut wie der Riesling. Für die Weißweinsorte ist die Landschaft mit ihren steilen Lagen und dem Schutz durch Berge der ideale Platz zum Gedeihen. Auf Schiefer wächst der tiefwurzelnde Riesling hier vortrefflich, erhält wertvolle Mineralstoffe und muss dank der wärmespeichernden Böden selbst in der Nacht nicht frieren.

Aus Riesling erzeugen Winzer entlang der Mosel eine breite Palette unterschiedlichster Tropfen. Feinfruchtige Weine mit facettenreichem Charakter und Tiefgang, aber auch edelsüße und trockene Genussmomente werden nicht nur national, sondern in aller Welt hochgeschätzt.

Trotz seiner Dominanz ist Riesling an der Mosel aber nicht der einzige Lichtblick. Großartige Weißweine entstehen hier ebenfalls aus Müller-Thurgau, Elbling und Kerner. Viele Winzer verstehen sich außerdem bestens auf die Kunst der Versektung und versorgen Genießer mit erfrischend trockenen Schaumweinen. Seit Anfang der Neunzigerjahre haben auch die roten Reben wieder Platz in der Weinbauregion. Mit Dornfelder und Spätburgunder beweisen viele Moselwinzer, dass sie die Geheimnisse der dunklen, fruchtigen und gerne tanninreichen Genüsse ebenfalls gelüftet haben.

 

 

Hier finden Sie weitere Artikel zu Deutschlands Weinbaugebieten:

Die 13 Weinbaugebiete in Deutschland: Mittelrhein

Die 13 Weinbaugebiete in Deutschland: Ahr

Die 13 Weinbaugebiete in Deutschland: Rheingau

 

Weiterempfehlen

Jetzt kommentieren

Es wird nur der angegebene Name veröffentlicht, nicht Ihre E-Mail-Adresse. Erforderliche Felder sind markiert *