Ein Däne, der einen der besten Weine Spaniens produziert: Peter Sisseck führte mit seinem Flaggschiff-Wein "Pingus" sein Gut Dominio de Pingus zum Erfolg.

Dominio de Pingus – Ein Däne am Duero

In der spanischen Provinz Valladolid, rund 180 Kilometer von der portugiesischen Landesgrenze entfernt, liegt das 1000-Seelen Dörfchen Quintanilla de Onésimo. Hier, am Ufer des Duero, liegt das Flair einer der wohl berühmtesten Weinregionen der Welt in der Luft. Kaum einen besseren Ort hätte sich der Däne Peter Sisseck für die Umsetzung seiner Idee wünschen können. Denn unweit von Quintanilla de Onésimo wächst Wein in den vielversprechendsten Lagen Westspaniens. So entstand schon kurz nach der Gründung des Gutes Dominio de Pingus ein Wein, dessen Siegeszug rasant in die Höhe führte. Doch Dominio de Pingus hat heute noch mehr zu bieten als sein Flaggschiff „Pingus“.

Die Kraft einer starken Vision

Schon während seiner Jugend entdeckte Peter Sisseck seine Liebe zum Wein. Aus dieser Liebe erwuchs nach einem Besuch bei seinem Onkel Peter Vinding im Bordeaux eine echte Leidenschaft. Der Weg, der Peter Sisseck schließlich nach Ribera del Duero bringen sollte, führte über das französische Gebiet Graves und über Sonoma in Kalifornien. Theoretisches Wissen eignete sich Sisseck dann während seines Studiums zum Landwirtschaftsingenieur in Kopenhagen an. Nach dem Studium kehrte Sisseck zurück nach Graves und ging von dort aus nach Ribera del Duero. Während seiner Arbeit als technischer Direktor im Weingut Hacienda Monasterio zog ihn die einzigartige Landschaft des Anbaugebietes in ihren Bann. Die Überzeugung, dass diese Region wahrhaft einzigartige Weine hervorbringen kann, ließ eine Vision entstehen, die schließlich in der Gründung der Bodega Dominio de Pingus Gestalt annahm.

Bei seiner Suche nach dem perfekten Terroir stieß Sisseck auf alte Weinberge in La Horra, rund fünfzig Kilometer von Quintanilla de Onésimo entfernt. Auch die Bodega Hermanos Sastre verfügt hier über Weinberge, die dem Gut zu geschätzten und hochwertigen Weinen verhelfen. Mit dem ersten Jahrgang des „Pingus“ im Jahre 1995 stieß Peter Sisseck sofort auf internationale Aufmerksamkeit. Zu verdanken ist dies nicht nur überragenden Kritiken von Experten wie Parker, sondern auch einem schicksalhaften Vorkommnis: Ein Schiff mit einigen Flaschen „Pingus“ sank auf seinem Weg in die USA und verhalf dem Wein der Bodega so zu einem wahrhaft mythischen Ruf.

Peter Sisseck selbst kann sich mit Fug und Recht als einen der wohl fähigsten und ehrgeizigsten Weinmacher Spaniens bezeichnen. Seine Qualitäten stellt er heute nicht nur in Dominio de Pingus unter Beweis, sondern trifft auch bei Hacienda Monasterio, Quinta Sardonia und Clos d’Agon wegweisende Entscheidungen.
 

Dominio de Pingus – Die Weine

Dominio de Pingus 3 Weine

Die Tempranillo-Reben für den berühmten „Pingus“ stehen auf fünf Hektar Land und blicken auf eine natürliche Entstehungsgeschichte zurück. Ihre Wurzeln reichen bis tief in den Boden der D.O. hinunter und schenken den Trauben während der Reifung ein einzigartig komplexes und konzentriertes Aromen- und Farbspiel. Dies zeigt sich auch im Endprodukt: Der „Pingus“ wird zurecht als einer der größten Weine Spaniens gehandelt. Was sich durchaus auch im Preis spiegelt, beweist „Pingus“ im Glas durch ein unglaubliches Schauspiel der Aromen. Florale Noten, Anklänge von exotischem Gewürz und der mineralische Spiegel des Terroirs schaffen einen Genussmoment von unvergleichlicher Qualität. Nach seiner Reifung im Barrique beweist „Pingus“ außerdem ein außerordentliches Lagerpotenzial.

Lange als Zweitwein im Schatten des „Pingus“ stand der „Flor de Pingus“. Auch für diesen Wein stehen Sisseck hochwertige Tempranillo-Reben mit einem Alter von bis zu fünfzig Jahren zur Verfügung. Dass der „Flor de Pingus“ die Verwandtschaft zum großen Bruder nicht verleugnen kann, macht ihn zu einem ähnlich geachteten Tropfen. Nach bis zu zwanzig Monaten in Darnajou Barriques überzeugt dieser kirschrote Wein durch Komplexität, Finesse und eine delikate Verschmelzung von roter Frucht und warmen Noten der Fassreifung.

Doch mit „Pingus“ und „Flor de Pingus“ wollte sich Peter Sisseck nicht zufriedengeben – und erschuf einen Wein namens „PSI“. Dieser dritte Stern am Himmel über Dominio de Pingus ist zwar der erschwinglichste, hinterlässt aber dennoch einen bleibenden Eindruck bei seinen Verkostern. Schon der erste Jahrgang des „PSI“ wurde zum Erfolg, denn er bietet durch sein Zusammenspiel aus Tempranillo, Garnacha und die Reifung im französischen Barrique eine seidige Textur mit reichen Noten von dunkler Beere und Mineralität.

Letztlich zeigt sich anhand dieser drei Weine, dass biodynamische Weinwirtschaft, Leidenschaft und ein starker Enthusiasmus in puncto Genuss zu unglaublichen Ergebnissen führen können. Auf seinen bisherigen Erfolgen ausruhen wird sich Peter Sisseck aber dennoch nicht. Von ihm – darüber sind sich Experten in aller Welt einig – wird auch in den kommenden Jahren Großes zu erwarten sein.

Weine von der Dominio de Pingus


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