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Sherry: Ein erlesener Genuss

Die Vielfalt des Sherry mit allen Sinnen genießen

Sherry ist der berühmte Likörwein, an dem schon vor vielen Jahren die feinen Damen der englischen High Society gern nippten. Der spanische Likörwein ist aber nicht nur ein Relikt alter Zeiten, sondern beliebt wie eh und je. Seine Vielfalt und der Sorten- und Geschmacksreichtum begeistert auch heute noch die Weinliebhaber auf der ganzen Welt. Von mild bis trocken, von hell bis hin zu einer kräftigen fast roten dunklen Farbe bezaubern die spanischen Sherrys den Gaumen.

Inhaltsverzeichnis

Sherry schmeckt je nach Reifungsprozess leicht oder sehr kräftig

Der Variantenreichtum des spanischen Likörweines ist groß. Aus den weißen Trauben entstehen leichte und helle aufgesprittete Weine oder auch sehr dunkle, vielschichtige und kräftige Süßweine. Blassgelb, golden oder in einem satten roten Mahagoni schillert der Likörwein im Glas.

Durch das besondere Herstellungsverfahren entwickelt ein Sherry sein typisches Aroma von Mandeln und Hefe. Hinzu gesellen sich Haselnüsse und Walnüsse, die dem Grundaroma noch den besonderen Kick geben. Das heißt aber nicht, dass jeder Sherry gleich schmeckt. Die verschiedenen Sorten reichen von hellen und leichten Sherrys wie dem Fino bis hin zum dunklen und äußerst kräftigen PX, dem Pedro Ximénez.

Je dunkler ein Sherry im Glas funkelt, desto komplexer und lieblicher schmeckt er. Trocken und kraftvoll präsentieren sich die helleren Sorten. Wie genau der Sherry schmeckt, beeinflussen mehrere Faktoren während der Herstellung und Reifung des alkoholverstärkten Weines aus dem Sherry-Dreieck.

Fruchtig, nussig und würzig sind sie fast alle. Je nach Sorte begleiten mehr oder weniger süße Noten, vollreife Früchte und Trockenobst oder schokoladige Nuancen das besondere Bukett des Traditionsweines.

Sherry und Essen sind ein perfektes Paar

Sherry ist vor allem ein beliebter Aperitif. Vor dem Essen regt er die Geschmacksknospen an, lässt das Wasser im Munde zusammenlaufen und stimmt auf die Genüsse, die da kommen ein. Aber Sherry schmeckt auch zum Essen köstlich. Die vielen verschiedenen Sorten und Marken bieten eine solche Geschmacksvielfalt, dass ein Sherry zu fast jeder Speise passt.

Natürlich harmoniert Sherry sehr gut mit der spanischen Küche, denn hier liegen seine Wurzeln und hier er erhielt seine prägenden Einflüsse. Zum kräftigen Käse, herzhaftem Wild, leckeren Braten, Fleischsuppen und zu süßem Dessert passen vor allem die vielschichtigen, lieblicheren Sherrys wie PX oder Oloroso.

Trockener Fino Sherry und Manzanilla passen zu Vorspeisen und Hauptspeisen. Fleisch- und Geflügelgerichte, cremige Suppen, Meeresfrüchte und herzhafte Pasta gehen eine schöne Harmonie mit den mineralischen und fruchtigen Noten der trockenen hellen Sherrys ein.

So wird das Sherry Trinken zum Hochgenuss

In Spanien gehört neben dem Essen auch das richtige Sherry-Glas zum perfekten Genuss dazu. Catavino heißen die speziellen Sherry-Gläser, die sich nach oben wie eine Tulpe verjüngen. So fängt sich das Bukett am Rand des Glases und verwöhnt die Genießer mit dem bestmöglichen Geschmack.

In Spanien gibt es eine besondere Art, den Sherry zu servieren. Mit einem an einem langen Stab befestigten Silberbecher (Venencia), holen die Weinbauern und Kellner den Sherry direkt aus dem Fass. Dann gießen sie ihn kunstvoll in einem hohen Bogen in die Gläser.

Die richtige Trinktemperatur Sherry

Sherry kommt kühl oder leicht gekühlt ins Glas, um sein volles Aroma zu entfalten. Während Fino Sherry und Manzanilla gut gekühlt hervorragend schmecken, genügt den anderen Sorten eine leichte Kühlung.

  • Fino und Manzanilla schmeckt optimal bei fünf bis sieben Grad Celsius
  • Oloroso, Amontillado, Palo Cortado, Pedro Ximénez, Medium, Pale Cream und Cream entfalten bei zwölf bis sechzehn Grad Celsius ihr volles Aroma

Sherry liebt es dunkel und kühl bei der Lagerung

Korkenkontakt mit dem Süßwein ist nicht ideal. In der geöffneten Flasche zeigt sich die relativ gute Sherry Haltbarkeit. Sehr gut wieder verkorkt, sind Fino und Manzanilla auch nach einigen Tagen noch trinkbar. Oloroso, PX und Amontadilla halten sich sogar mehrere Wochen im Kühlschrank.

Ein besonderes Verfahren in der Herstellung macht einen Wein zum Sherry

Der Likörwein Sherry ist ein Wein aus weißen Rebsorten. Die Winzer verwenden hauptsächlich Palomino Fino-Trauben. Seltener reift Moscatel oder Pedro Ximenez zu Sherry heran. In den Bodegas entsteht so zunächst ein Weißwein mit einem Alkoholgehalt zwischen elf und dreizehn Volumenprozent.

Sherry ist ein aufgespritteter Wein, zur Verstärkung geben die Winzer also Spirituosen wie Branntwein oder den Brandy de Jerez zum Weißwein. Der noch junge Weißwein (mosto) reift dann ein Jahr in Edelstahltanks, ehe die Weinbauern ihn in einem speziellen Verfahren, dem „Solera (y Criadera)“-System, weiterreifen lassen und verschneiden. Die Gärung in den Holzfässern erfolgt dabei entweder unter einer Florhefe ohne Oxidation oder oxidativ oder in einer Mischung aus beidem.

Das Solera-Verfahren ist die Alterungstechnik beim Sherry

Das namensgebende Fassreihe Solera liegt am Boden (suelo). Darüber stapeln sich die weiteren Reihen an Fässern, oben liegen die jüngsten Weine. Aus der untersten Reihe entnehmen die Kellermeister bis zu einem Drittel des Weines, welches durch die darüberliegenden Weine ersetzt wird. Diese wiederum füllen die Trasegadors mit Wein aus der nächsten Reihe auf. Nach frühestens zwei Jahren ist ein Sherry fertig.

Vom Sherry Fino bis zum geheimnisvollen Palo Cortado reichen die Sherry Sorten

Es gibt nicht den einen Sherry, sondern viele verschiedene Sherry Sorten. Bis zu neun zählen die Kenner auf, wobei sich die Aufteilung ab und an etwas unterscheidet. Die wichtigsten Sherry-Sorten sind Fino, Manzanilla, Amontillado, Oloroso, Palo Cortado, PX und die Verschnitte Medium und Cream beziehungsweise Pale Cream.

Sie alle unterscheiden sich in der Farbe, in der Ausbaustufe (trocken bis lieblich), im Geschmack und manches Mal auch in der Rebsorte, welche die Weinbauern im Jerez hauptsächlich für den Sherry Wein verwenden.

Sherry Fino ist der Klassiker

Hell, strohgelb und sehr trocken präsentiert sich der Fino. Er besitzt das typische Mandelaroma, ist aber schon sehr jung reif zum Genießen. Die Trauben für einen Fino ernten die Weinbauern recht früh und in verhältnismäßig kühlen Regionen im Sherry-Dreieck. Der klassische Sherry Fino reift mindestens drei Jahre in Fässern, in denen sich durch die alkoholische Gärung eine Florhefeschucht bildet. Durch die Schicht aus Florhefe bekommt der Fino Sherry keinen Kontakt zur Luft. Der Alkoholgehalt dieses klassischen Sherrys liegt zwischen fünfzehn und achtzehn Volumenprozent.

Manzanilla ist die Señorita unter den Sherrys

Der Manzanilla ist eine helle Variante des Fino Sherrys. Nur in der Region Sanlúcar de Barrameda an der Mündung des Flusses Guadalquivir bauen die Winzer ihn aus. Hier weht immer eine frische Atlantikbrise, welche sich im Sherry Wein durch leicht salzige und bittere Aromen zeigt. Der Name Manzanilla leitet sich vom Wort für Apfel ab und soll die Frische dieses Sherrys unterstreichen. Reift der Manzanilla länger, bekommt er den Namen Manzanilla Pasada.

Der geschmackvolle Amontillado

Der Amontillado ist ein Sherry Wein, der die aromatischste Variante eines Fino darstellt. Zunächst reift er unter der Florhefe, um dann durch das Verstärken mit Spirituosen auf über sechzehn Volumenprozent gebracht, eine Reife mit Oxidation zu erhalten. Die Florhefe stirbt ab und der ursprüngliche Fino reift nun noch einmal zwölf bis fünfzehn Jahre zu einem geschmacksintensiven Amontillado heran.

Durch die lange Reifung entwickelt der Sherry eine schöne dunkle Farbe. Sie riecht je nach Reifezeit von Altgold bis hin zu einem sehr dunklen Braun. Echter Amontillado ist sehr, sehr trocken und besitzt einen Alkoholgehalt zwischen sechzehn und 22 Volumenprozent.

Oloroso Sherry reift unter Oxidation

Sherry des Typs Oloroso reift unter stark oxidativem Einfluss. Das heißt, ihn trennt keine Florschicht von der Luft. Durch diese Reifung unter direkter Oxidation entsteht eine besonders aromatische und körperreiche Variante des Sherry Weins. Oloroso funkelt in einem schönen Bernstein oder Mahagoni und verfügt über ein kräftiges und sehr duftiges Nussaroma, welches sich im Namen wiederfindet.

Oloroso bedeutet „duftend“. Oloroso besitzt eine sehr hohe Lagerfähigkeit. Bis zu einhundert Jahre verbleibt er in den Flaschen und verliert sein Aroma nicht. Auch die Hersteller von Whisky haben den Oloroso beziehungsweise seine Fässer schon lange für sich entdeckt. Nachgereift in Oloroso-Fässenr bekommt der Whisky ein besonders schönes Nuss-Aroma mit weicher Süße und einer leicht weinigen Note.

PX Sherry aus der Rebsorte Pedro Ximénez

PX Sherry ist eine besonders süß ausgebaute Variante des Sherry Weines, Die Trauben stammen von der Rebsorte Pedro Ximénez (PX). Der PX Sherry ist die Trockenbeerenauslese unter den Likörweinen aus der Sherry-Region. Süß und mit einem unvergleichlich intensiven Aroma von Rosinen liegt er schwer und fast sirupartig im Glas.

Auch die Fässer, in den denen der PX-Sherry reift, dienen in Whisky-Brennereien für die Nachreifung von Single Malts, um ihnen diese besonderen süßen Noten mit in die Flasche zu geben.

Der geheimnisvolle Palo Cortado

Viele Kellermeister oder auch Brenner von Spirituosen hüten die Geheimnisse ihrer besten Produkte wie einen Schatz. Ein ebensolches Geheimnis soll der Palo Cortado sein, von dem die Sherry-Hersteller behaupten, dass er rein zufällig und nicht gezielt mit einer Rezeptur oder einer gewissen Reifezeit entsteht. Allerdings gibt es ziemlich viele dieser nicht planbaren Sherrys, so dass die Geschichte wohl nur noch eine Mär ist.

Palo Cortado jedenfalls erzeugen die Kellermeister, wenn in einem Amontillado-Fass plötzlich die Florhefe abstirbt und der Wein früher mit dem Sauerstoff in Verbindung kommt als geplant. Die Kreidemarkierungen an den Fässern, streichen die Winzer in diesem besonderen Fall durch und lassen einen wunderbare Mischung aus Amontillado und Oloroso heranreifen.

Medium und Cream: Sherry als Verschnitt

Medium und Cream Sherrys nun sind Verschnitte. Verschiedene der erläuterten Sherry-Varianten mischen die Weinbauern miteinander und besonders gefällige Sherrys sind das Ergebnis:

  • Cream: Verschnitt aus natursüßem PX und Oloroso
  • Medium: Verschnitt aus verschiedenen Sherrys, Basis-Sherry Amontillado
  • Pale Cream: Verschnitt aus Fino oder Manzanilla und Traubenmostkonzentrat

Einen guten Sherry erkennen Genießer auch am Alter

Damit ein Sherry richtig gut wird, braucht er Zeit. Mindestens drei Jahre reifen die jungen und frischen Finos, die als Dry Sherry in vielen Regalen im Supermarkt stehen. Reifere Sherrys wie der Amontillado liegen noch einige Jahre mehr in den Fässern.

Manche Sherrys bekommen besonders viel Zeit, um zu reifen. Exklusive Sherrys der Sorten Amontillado, PX, Oloroso und Palo Cortado tragen bisweilen die Prädikatsbezeichnungen VOS und VORS. VOS bedeutet Very Old Sherry und reift mindestens zwanzig Jahre, VORS meint Very Old Rare Sherry und ist mindestens dreißig Jahre alt.

Guter Sherry zeichnet sich durch intensive Aromen der jeweiligen Sherry Sorten aus. Ob ein guter Sherry frisch, fruchtig und mineralisch, oder körperreich, dunkel und voller Trockenobst und Nüssen ist, entscheidet der persönliche Geschmack und der Anlass des Genusses.

Sherry vom Weingut Emilio M. Hidalgo entdecken

Das Weingut Emilio M. Hidalgo steht seit seiner Gründung im Jahr 1874 für ausgezeichnete Sherrys. Das Sherry-Haus befindet sich in der Stadt Jerez de la Frontera in der spanischen Region Andalusien. Noch heute ist die Bodegas in Familienbesitz und überzeugt mit Sherrys höchster Qualität zu top Preisen.

Die Weinbauern stellen ihre Sherrys fast in allen Ausbaustufen und Qualitäten her. Neben exzellenten Weinen wie dem Morenita Cream, dem Charito Manzanilla oder dem Sherry Emilio M. Hidalgo Pedro Ximenez entstehen hier auch ausgezeichnete Essige und Branntweine wie der Brandy de Jerez Privilegio.

Portwein und Sherry: So ähnlich, aber doch ganz anders

Bei der Suche nach einer Sherry Alternative fällt den Weinkennern zumeist der Portwein aus Portugal ein. Sherry und Port sind aber zwei ganz unterschiedliche Weine. Zwar ist der Portwein auch ein mit Alkohol verstärkter Wein, er entsteht aber auf eine ganz andere Art und Weise.

Während der Sherry aus einer Rebsorte entsteht, lebt der Geschmack des Portweins vom Vermählen verschiedener Rebsorten. Außerdem reift der aufgesprittete Wein aus Portugal auf einfachere Weise in Holzfässern, während der Sherry mit dem Solera-System ein viel aufwendigeres Verfahren durchläuft.

Auch im Geschmack zeigen sich die Unterschiede. Portwein ist süßer und schwerer als Sherry Wein.

Sherry hat eine lange und interessante Geschichte

Sherry gehört zu den ältesten Weinen, die heute noch in die Gläser kommen. Über 3.000 Jahre zurück beginnt die Geschichte des spanischen Süßweines. Damals begannen die Phönizier rund um die andalusische Stadt Jerez damit, Rebstöcke anzupflanzen und Weine zu keltern. Im trockenen Klima der Region perfektionierten die Römer und Goten den Weinbau in den folgenden Jahrhunderten.

Als die Mauren Andalusien eroberten, waren die Rebstöcke in Gefahr, aber einige wenige konnten die enthusiastischen Weinbauern Andalusiens retten. Sie rosinierten die Weintrauben und verkauften den stark mit Alkohol angereicherten Sherry als Medizin. Nach und nach exportierten die Andalusier den Sherry. Vor allem in England war der starke Wein sehr beliebt. Heute gibt es viele verschiedene Varianten, die die Gaumen der Genießer verwöhnen.

In Silkes Weinkeller exzellenten Sherry kaufen

In Silkes Weinkeller können Sie sehr guten Sherry kaufen, den unsere Weinexperten mit viel Sorgfalt und Liebe zum Wein aus Spanien auswählen. Entdecken Sie den Geschmack Andalusiens auf seine einzigartige Weise mit einem guten Sherry als Aperitif, als Digestif oder einfach zu einem guten Essen.

In unseren Produktbeschreibungen finden Sie alle wichtigen Informationen zum Sherry Wein, seiner Herkunft, der besonderen Herstellung und der Besonderheiten der Bodegas, in deren Kellern er reift. Detaillierte Verkostungsnotizen und Speiseempfehlungen helfen Ihnen bei der Auswahl Ihres Sherrys aus dem Jerez.

Bleiben noch Fragen offen, dann antworten unsere Experten Ihnen gerne unter service@silkes-weinkeller.de.

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