Exzellente Qualität und Auswahl bei der Weinmesse von Silkes Weinkeller 2016: Entdecken Sie spannende Eindrücke, Tipps und Anregungen eines Weinexperten

„Die Weinauswahl war wirklich fantastisch!“

Am 16. und 17. April fand wieder unsere Weinmesse statt. Besonders spannend ist es für mich als Gastgeber, Eindrücke und Erfahrungen aus der Sicht eines Kunden geschildert zu bekommen – wie sicherlich auch für Weinliebhaber, die die Weinmesse nicht besuchen konnten. Aus diesem Grund habe ich für Sie ein kleines Interview mit Jürgen M. aus Berlin zum Ende der Weinmesse geführt. Jürgen M. ist nicht nur seit über zehn Jahren treuer Kunde von Silkes Weinkeller, sondern ein Mensch, der überaus weinbegeistert ist und ein ganz besonderes Gespür für exzellente Weine hat.

140 Weine aus mehr als zehn Anbaugebieten

Silke: „Jürgen, Du bist jetzt schon seit vielen Jahren Kunde von Silkes Weinkeller und hast fast alle unserer Hausmessen besucht. Was ist der Grund für Dich Weinmessen zu besuchen?“

Jürgen: „Für mich spielen die Messebesuche unterschiedliche Rollen. Als Weinsammler kaufe ich öfter Primeur-Weine, d.h. bereits im Vorverkauf, ohne diese Weine vorher selbst verkosten zu können. In diesen Fällen stütze ich mich auf die Beschreibungen und Verkostungsnotizen. Während der Messen habe ich die Möglichkeit, einige von diesen Weinen zu verkosten und mich darin zu bestätigen, dass ich eine richtige Entscheidung mit dem Kauf getroffen habe. Hier muss ich auch erwähnen, dass ich eher die gereiften Weine mag. Die neu gekauften Weine liegen zuerst mal einige Jahre bei mir im Keller. Ein anderer Grund für die Besuche der Messe ist, dass ich die tolle Möglichkeit habe, Winzer, Weingebiete und Weinsorten miteinander zu vergleichen – und das alles an einem Ort. Ich habe während dieser zwei Messetage fast 140 Weine aus mehr als zehn Weinbaugebieten verkostet. Wie viele Tage hätte ich gebraucht, alle diese Weingüter zu besuchen? Ich bin außerdem auch immer auf der Suche nach neuen interessanten Weinen, egal ob für jeden Tag oder für meine Sammlung.“
 
Silke: „Gibt es etwas, was aus Deiner Sicht diese Weinmesse von vorherigen Weinmessen oder von Messen anderer Veranstalter unterscheidet?“

Jürgen: „Die Weinmessen von Silkes Weinkeller haben mir immer sehr viel Spaß gemacht. Ich habe immer exzellente Weine verkostet, der Ablauf war immer sehr gut organisiert. Ich habe bisher, außer der Weinmesse ProWein, keine Messe dieser Art besucht, wo ich in einem so professionellen Rahmen so viele hochwertige Weine verkosten durfte. Es geht hier für mich nicht nur um den Spaß-Faktor, sondern auch um finanzielle Fragen.“
 
Silke: „Was sind die wichtigsten Fragen im Dialog mit den Winzern für Dich?“

Jürgen: „Dabei geht es für mich im Wesentlichen um Fragen zum Weinbaugebiet, zu geografischen Gegebenheiten, zur Kellerarbeit und natürlich um die Jahrgangsbewertungen.“
 

Nicht nur Spezialist für spanische Weine – Ausweitung des Sortiments

mann genießt ein glas rotwein

Silke: „Silkes Weinkeller ist ja in der Vergangenheit sehr auf spanische Weine fixiert gewesen. Wie beurteilst Du die Entwicklung des Sortiments, beispielsweise für Italien und Deutschland?“

Jürgen: „Silkes Weinkeller ist für mich noch immer der Spezialist für die spanischen Weine. Hier finde ich Weine von fast allen führenden, namhaften Weinkellern und in allen Preissegmenten. Ich freue mich jedoch, dass Silkes Weinkeller sich auch für andere Länder öffnet. Das Sortiment ist hier natürlich derzeit noch nicht so weit wie für Spanien, aber man sieht die positive Weiterentwicklung bei deutschen und italienischen Weinen.“
 
Silke: „Jürgen, auf dieser Weinmesse sind rund 300 Weine in der Verkostung. Du hast gerade gesagt, Du hättest an den beiden Tagen fast 140 Weine verkostet. Wie bekommst Du es hin, die Weine auch wirklich in Ruhe zu probieren, die Du eingeplant hast? Mir selbst gelingt das auf Weinmessen nur selten.“

Jürgen: „Ja, das ist wirklich nicht einfach.“ (Jürgen lacht!) „Ich brauchte auch einige Zeit, mich auf diese Art von Verkostungen einzustellen. Ich bereite mich so weit wie möglich auf so eine Messe/Verkostung vor. Ich informiere mich im Vorfeld im Internet über die teilnehmenden Weingüter und erstelle dann eine Liste über die Winzer bzw. über die Weine und Weinbaugebiete, die ich verkosten möchte. Nachher muss ich dann noch eine Selektion durchführen, da ich pro Tag nicht mehr als 50-70 Weine verkosten kann. Und das klappt auch nur, wenn man sich an den eigenen Plan hält. Aber: Es lohnt sich!“

Spitzen-Weine aus dem Priorat und weitere Überraschungen

Silke: „Bei so vielen verkosteten Weinen interessiert mich natürlich ganz besonders, welche Weine Dich besonders begeistert haben?“

Jürgen: „Dieses Mal waren die Weine aus dem Priorat ganz vorne bei mir. Der Vall Llach Porrera 2012 ist unglaublich gut zu diesem Preis. Die große Überraschung war für mich die Linie Terroir X. Ich habe bereits einige Flaschen vom letzten Jahrgang in meinem Weinkeller liegen, jedoch die Weine auf der Messe zum ersten Mal verkostet. Die Qualität ist ausgezeichnet, aber was noch wichtiger für mich ist: Diese Weine sind etwas Besonderes und deshalb sehr interessante Geschmackserlebnisse. Ich kann kaum erwarten, diese Weine in fünf bis zehn Jahren zu verkosten.“
 
Silke: „Waren bei Deinen Verkostungen auch einige weitere Überraschungen dabei? D.h. Weine, die Du noch gar nicht kanntest oder Weine, die Du im Vorfeld unterschätzt hast?“

Jürgen: „Ja, natürlich. Dieses Mal habe ich auch mehr Zeit der Verkostung von Weinen für den Alltag gewidmet und dabei hervorragende Weine gefunden. Der Borsao Seleccion Tinto 2014 zu einem Preis von fünf Euro ist unschlagbar. Der Banfi Col di Sasso 2014 aus Italien ist ebenfalls ein best buy, wie man ihn nur selten findet. Auch die Basisweine von Emilio Moro, Teso la Monja und Mas Doix haben mich auf ganzer Linie überzeugt.“
 
Silke: „Letzte Frage an Dich, Jürgen. Du hast gesagt, dass Du sowohl von der Organisation als auch von der Weinauswahl begeistert bist. Hast Du trotzdem Anregungen, was Silkes Weinkeller bei der nächsten Weinmesse noch besser machen kann?“

Jürgen: „Wie ich schon erwähnt habe, die Weinauswahl war wirklich fantastisch. Trotzdem hätte ich noch eine Anregung. In den letzten Jahren habe ich häufig Weine derselben Weingüter verkosten dürfen. Es ist natürlich sehr interessant, die Entwicklung der Weingüter zu verfolgen. Es wäre aber auch spannend, mehr ganz neue Weingüter vor Ort zu haben. Und noch ein Punkt ist die Kühlung der Rotweine. Ich weiß, es ist bei jeder Messe ein kleines Problem. Am Abend sind die Weintemperaturen einiger Rotweine 2 – 3° C zu hoch gewesen. Dafür waren aber die Verkostungsgläser richtig klasse.“
 
Silke: „Jürgen, ich danke Dir für das Gespräch, Deine guten Anregungen und natürlich auch für den Besuch unserer Hausmesse.“
 

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