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  • Beschreibung
    Der König der Mencía-Weine! Der Perfektionist Álvaro Palacios, 2015 vom internationalen Weinmagazin Decanter mit dem Titel "Decanter Man of the Year 2015" und einer der wichtigsten Winzer Spaniens, dreht mit seinem Villa de Corullón aus der autochthonen Rebsorte Mencía im Nordwesten Spaniens am großen Sensorikrad und verführt Robert Parker zu 95 von 100 Punkten. Rund 90% Mencia von 60-90 Jahre alten Rebstöcken, verschnitten mit weißen und anderen roten Trauben sowie 14 Monate in Barriques aus französischer Eiche ausgebaut bringt der Wein Full Power ins Glas, fast schwarz, komplex, expressiv und sinnlich.
  • Besonderheiten

    Das zentrale Bierzo ist ein verführerisch geschlängeltes Flusstal mit abgetragenen und verschlissenen Anhöhen. Farn und Geissblatt, der blaue Lavendel, das intensive Gelb des Flügelginsters und der Anbau des Ribera sind charakteristisch für diese Region. Die Pflanzenvielfalt wächst auf den jungen Böden des Tertiärzeitalters, die aus einer Zusammensetzung mit Quarz gefleckter Lehm-Kalkböden bestehen. Weiter oben finden wir eine Bergkette vor, die die Landschaft umgibt, und die sich durch ihre viel ältere Geologie vom Tal unterscheidet. Auf ihren Anhöhen sind Enzian, Zistrosenfelder, Heidekraut und Oregano vorzufinden. Fernab jeglicher sonniger Spanien-Klischees ist das steilhügelige Bierzo nördlich geprägt. Das Klima ist stark atlantisch beeinflusst, daher kühler als etwa die Rioja. Große Regenmengen im Winter sorgen für ausreichende Feuchtigkeit, mediterran heiße Sommer lassen die Trauben zuverlässig ausreifen. In dieser malerischen Landschaft liegt Descendientes de José Palacios. Ihre bis zu 100 Jahre Weinberge liegen an Kreidefelsenabhängen in der Gemeinde Corullón, im Osten des Bierzo. Die 30 Hektar bestehen aus einer Vielzahl winziger Parzellen, die mit alten Reben bepflanzt sind. Die hier vorherrschenden Kreideböden sind abschüssig und felsig. Der Weinanbau vereint das Organische und das Geistige in einer permanenten Suche nach Definition und Reinheit. Dies ist ein Prozess in dem sich verschiedene Protagonisten harmonisch vereinen: der Boden, die Pflanze, die Landwirtschaft, und das umliegende Ökosystem. Der mineralienhaltige Boden und ein Klima mit kontinentalen und altantischen Einflüssen, drücken sich durch die Frische, den Wohlgeruch, die Kräftigkeit und die Reinheit der Weine aus und spiegeln die tiefgründige und alte Weintradition der Corullónanhöhe wider.

    Bewirtschaftet wird das Weingut vom jungen, aus der Rioja stammenden und in Frankreich ausgebildeten Winzer Ricardo Pérez Palacios, der 1999 das Bierzo für sich entdeckte und beschloss, sich hier niederzulassen. Er begeisterte auch seinen Onkel Alvaro Palacios, einen der Väter des neuen spanischen Weinbaus, der Parallelen zu seinem eigenen "Erweckungserlebnis" zehn Jahre zuvor im Priorat erkannte. Gemeinsam bauten die beiden eine Kellerei auf und nannten sie zu Ehren von José, des verstorbenen Vaters von Alvaro, Descendientes de J. Palacios. Alvaro wirkt als Mentor, die Führung des Weinguts liegt bei Ricardo. Die beiden setzten mit ihrem Qualitätsfanatismus in den vergangenen Jahren wichtige Impulse für die nur 6.000 Hektar kleine Region. „Als wir herkamen, war Bierzo selbst in Spanien kaum bekannt. Jetzt langsam macht sich ein Aufschwung bemerkbar“, so Ricardo.

    Tiefe, Aroma, Eleganz, Mineralität, Harmonie, Länge und dem nahezu burgunderartigen Charakter verdanken die Weine der „Nachkommen von J. Palacios“ einerseits den Eisen- und Mineralienhaltigen Kreideböden, andererseits der Mencía-Rebe. Sie kam vor gut 600 Jahren mit jenen Mönchen aus Frankreich, die entlang des Jakobsweges Klöster im Bierzo gründeten und die Weinbaukultur mitbrachten. Und Ricardo Pérez schwört auf die Mencía-Rebe: „Wozu soll ich Cabernet pflanzen, wenn ich diese perfekt angepasste Rebe hier habe, die mir alles gibt, was im Boden und in der Region steckt?“

  • Verkostungsnotiz

    Im Glas zeigt sich Villa de Corullón tiefdunkel, fast schon schwarz. Aromen von reifen Kirschen, Waldbeeren, Cassis und Kräutern und eine feine Würze werden mit mineralischen und balsamischen Noten und weichem Eichenholz abgerundet. Konzentriert, dicht und kraftvoll mündet der Wein in ein langes Finale.

  • Fachpresse Parker

    Parker-Bewertung Jahrgang 2015:

    2015 Descendientes de José Palacios Corullón


    robertparker.com #232
    Rating: 95 points
    Drink: 2017-2028
    price: $50

    Ricardo Pérez Palacios told me his favorite overall vintages for Bierzo are 2001, 2012 and possibly 2015, because he sees them as very complete years, even if 2015 didn't have as perfect conditions as 2001 and 2012; the 2015 Corullón is a perfect example of that, a really pretty wine, open, where I see the similarities with 2012. They use many of the vineyards year after year, all of them around the village of Corullón, all planted with a field blend of varieties, and they have been increasing the percentage of white grapes from those vines that they include in the cuvée. In 2015, it can be almost 9%, mostly Palomino, and they feel it polishes that slight bitterness in the finish of the Mencía, reminiscent of green almonds. Of course, there are also other red grapes, like Alicante Bouschet, Gran Negro, Pan y Carne and Negreda, that might contribute to some 2% of the volume. 19,572 bottles, 720 half bottles, 450 magnums, 45 double magnums and 30 Jeroboams were filled between May 11th and 17th of 2017.

    The reds from Descendientes de José Palacios are always a field blend of old vineyards where Mencía dominates, but there's always a small percentage of other grapes, even some whites. 2013 and 2014 are quite similar vintages, cool years that will evolve slowly. 2013 was a typical cool year of the Bierzo, rainy and fresh (similar to 2006 and 2007), with a very difficult harvest, where sorting was key (they hadn't used the sorting table for four years); the wines have developed much better than expected. These are wines of finesse, a notch below 2012, perhaps not as complete. They are currently building a new winery between their Moncerbal and Las Lamas vineyards (in the quarter Chao do Pando of the village of Corullón), designed by Rafael Moneo, where they hope to vinify the 2017 vintage. There will be four stories, all by gravity, buried in the hill, with natural temperature (70% of the winery will be underground) and humidity. I tasted all of the vintages of Pétalos del Bierzo since the initial 2003 and none of them were over the hill, although their peak seemed to be at around 8-10 years after the vintage. The 2003 was quite surprising, as it didn't show any heat and showed developed aromas closer to a northern Rhône than a Burgundy. Other than 2003, some of my favorite vintages were 2006, 2010 and 2012. In 2003 they did even longer macerations, thinking about a wine to keep, but later they started with shorter macerations in search of a more drinkable wine.

  • Fachpresse

    Fachpressebewertungen Jahrgang 2015:

    94/100 Punkte James Suckling: Love the focus and balance to this wine. Clove, nutmeg and mineral character with blue fruits, too. Medium to full body and ultra-fine grained tannins. Lovely length. Drink now.Biodynamically-grown grapes.

    Übersetzung: Lieben Sie den Fokus und die Balance dieses Weins. Gewürznelke, Muskatnuss und mineralischer Charakter mit blauen Früchten. Mittlerer bis ganzer Körper und feinkörnige Tannine. Liebenswerte Länge. Jetzt trinken.Biodynamisch gewachsene Trauben.

    93/100 Punkte Guía Peñin

    Fachpressebewertungen Jahrgang 2014:
    95/10 Punkte James Suckling
    94/100 Punkte Guía Peñin
    93/100 Punkte Guia Proensa
    92/100 Punkte Wine Spectator
    17/20 Punkte Jancis Robinson

    Fachpressebewertungen Jahrgang 2013:
    93/100 Punkte Wine Spectator
    93/100 Punkte Guia Penin
    92/100 Punkte Vinous - Antonio Galloni
    92/100 Punkte Guia Proensa

    Fachpressebewertungen Jahrgang 2012:

    95/100 Punkte Guia Penin
    92/100 Punkte Vinous - Antonio Galloni
    92/100 Punkte Guia Proensa

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