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Foradori Fontanasanta Manzoni Bianco 2019 **

Auf den Merkzettel

Steckbrief

Weinart
Weißwein
Geschmack
trocken
Weinstil
fruchtig, würzig, komplex
Land
Italien
Anbaugebiet
Trentino
Weingut
Foradori
Rebsorte
Manzoni Bianco
Appellation
Vigneti delle Dolomiti IGT
Jahrgang
2019
Trinkempfehlung
Bis mindestens 10 Jahre nach der Lese
Ausbau
Holzfass
Temperatur
10-14 °C
Alkoholgehalt
12 % vol
Säure
4,6 g/l
Restzucker
<0,5  g/l
Inhalt
0.75l
Verschlussart
Korken
Artikelnummer
IT26021
Allergene
enthält Sulfite
Biowein
(DE-ÖKO-006)

Unsere Stimme aus dem Weinkeller

Susanne Börsch

Susanne Börsch

von Silkes Weinkeller

Nach einem Arbeitstag gönne ich mir auf der Terrasse hin und wieder ein Glas Manzoni Bianco. Der italienische Weißwein duftet nach eingezuckerter Quitte, getrockneter Banane, Sternenfrucht, Papaya und Honigmelone. Alle Aromen finden sich auch im Geschmack wieder. Allerdings gesellt sich noch der Geschmack von Blutorange und Pampelmuse dazu. Für mich ein sehr runder und harmonischer Wein, der die Rebsorte wunderbar in den Vordergrund drängt. Schön trocken und mittelkräftig passt der Wein zum wohlverdienten Feierabend. Noch besonderer macht ihn eine Dorade in Salzkruste mit gelbgrünem Paprika-Lauch-Topping. Auch wenn das vermutlich kein Gericht für alle Tage ist.

  • Weinbeschreibung & Verkostungsnotiz
    • Komplexer Wein zu Speisen
    • In Akazienholz gereift
    • Auf der Schale fermentiert

    Wenngleich das Weingut von Elisabetta Foradori und ihren drei Kindern für den roten Teroldego bekannt ist, finden auch weiße Rebsorten Platz im Portfolio. Sie stehen keinesfalls im Schatten der heimischen Rotweinrebe und verzaubern anspruchsvolle Genießer. Der Foradori Fontanasanta Manzoni Bianco stammt aus einem wildromantischen Weingarten, den die Winzer biodynamisch bewirtschaften.

    Fontanasanta: Der heilige Brunnen und Manzoni Bianco

    Die Weingärten im Gebiet Fontanasanta liegen auf einem Hügel. Von hier aus überblicken die Winzer die Stadt Trient und die umliegende Landschaft. Der Manzoni Bianco gedeiht hier in einer lebendigen und facettenreichen Natur. Vögel und Insekten genießen die Vielfalt der Obstbäume, Reben und kleinen Bäche. Der Manzoni Bianco als Hybrid aus Riesling und Pinot Bianco entwickelt in dieser Umgebung einen einzigartigen Charakter.

    Fünf Hektar groß ist die Fläche, auf der die Reben für den Foradori Fontanasanta Manzoni Bianco stehen. Die Wurzeln reichen tief in den kalkhaltigen Lehmboden und versorgen die Trauben mit Wasser und Nährstoffen. Diese lesen die Winzer zum perfekten Zeitpunkt und fermentieren sie wie Rotwein gemeinsam mit den Traubenhäuten in Zementtanks. Hierauf folgt eine Reifezeit von rund zwölf Monaten in Fässern aus Akazienholz. So entstehen pro Jahr 25.000 Flaschen dieses Weißweins.

    Im Glas facettenreich und außergewöhnlich

    Der Foradori Fontanasanta Manzoni Bianco ist kein Weißwein für nebenbei. Er führt seinen Genießern ein vielseitiges Aromenschauspiel vor und verlangt nach Muße. Im Bukett präsentiert der reinsortige Manzoni di Bianco reife Äpfel etwas Mango und Zitronenzeste. Diese fruchtigen Nuancen treffen noch in der Nase auf getrockneten Thymian und etwas Honig. Den Gaumen verwöhnt der Foradori Fontanasanta Manzoni Bianco mit frisch aufgeschnittener Zitrone, Mandel und ein wenig Grapefruit. Dabei bleibt er strukturiert und überrascht mit einem ausgedehnten Nachhall.

    Im Foradori Fontanasanta Manzoni Bianco entdecken Genießer einen idealen Begleiter zu Speisen. Hühnerbrust mit geschmorten Zitronenscheiben und Rosmarin aus dem Ofen, Tagliatelle in sahniger Steinpilzsauce und frisches Baguette mit Hummus begrüßen diesen Weißwein gerne an ihrer Seite. Dabei kommt er sowohl zum gehobenen Menü an Jubiläen als auch zum romantischen Genuss bei Kerzenlicht genau richtig.

  • Aziende Agricola Foradori
    Via D. Chiesa 1
    38017 Mezzolombardo
    Italy

    • Biodynamischer Weinbau
    • Ausbau einzelner Weine in Amphoren
    • Teroldego im Fokus

    Jede Weinregion braucht leidenschaftliche Visionäre. Im italienischen Anbaugebiet Trentino erfüllt die Familie Foradori seit vielen Jahrzehnten diese Aufgabe. Seit den Achtzigerjahren brachte Eilsabetta Foradori das Haus nach vorne und veränderte zahlreiche Prozesse. Heute ist das Gut mitten im Noce Tal einer der genussvollsten Orte der Gegend Mezzolombardo. Hier regiert die „Königin des Teroldego“ längst nicht mehr allein, sondern begleitet nachfolgende Generationen auf dem Weg zur eigenen Philosophie.

    Über siebzig Jahre Familiengeschichte

    Das Weingut, auf dem die Winzer leben und arbeiten, existiert bereits seit 1901. In die Hände der Foradoris gelangte es jedoch erst 1939, als Vittorio Foradori es erwarb. Über Jahrzehnte hinweg betrieb die Familie Weinbau, bis Roberto Foradori das Gut 1960 übernahm und den ersten Vintage Tropfen präsentierte. Nach seinem Tod verwaltete Gabriella Casna Foradori das Haus. Nicht mehr lange dauerte es dann, bis Elisabetta Foradori das Weingut 1985 übernahm.

    Elisabetta veränderte viel und trug maßgeblich zum herausragenden Ruf des Guts bei. Sie reduzierte die Erträge deutlich und schuf den Pergola Stil im Weinberg ab. 2002 stellte sie schließlich vollständig auf biodynamische Landwirtschaft um und erhielt 2009 das Demeter Zertifikat.

    Die beiden Söhne Elisabetta Foradoris verantworten die Arbeit auf dem Weingut heute. Emilio stieg nach seinem Studium der Philosophie in 2012 ein, Theo drei Jahre später. Auch Tochter Myrtha folgte ihrem Beispiel. Somit liegt das Gut nun in den Händen der vierten Generation. Sie tragen den Nachnamen ihres Vaters Rainer Zierock, der 2009 verstarb und ebenfalls ein leidenschaftlicher Winzer war. Emilio kümmert sich um den Wein, Theo um administrative Aufgaben und Myrtha trägt Sorge für die landwirtschaftlichen Tätigkeiten.

    Die Philosophie der Foradoris

    Eng verbunden mit der Natur versteht die gesamte Familie den Weinberg und die Reben als Teil eines großen Ganzen. Die Prinzipien der biodynamischen Landwirtschaft unterstreichen dies. Hier glauben die Winzer an kosmische Kräfte, die durch besondere Präparate in die Gewächse und schließlich auch den Wein gelangen. Dabei lernen und verstehen die Kinder Elisabetta Foradoris mit jedem Jahrgang mehr, wie wichtig Respekt gegenüber Natur und Umwelt ist.

    Sie bewirtschaften ihre Weinberge mit großer Sorgfalt, fördern eine große Artenvielfalt zwischen den Rebzeilen und verzichten auf synthetische Mittel. All dies geschieht auf den Böden der Ebene Campo Rotaliano. Hier trug der Fluss Noce verschiedenste Gesteinsarten zusammen. Die Reben des Weinguts Foradori stehen auf Schiefer, Porphyr, Granit und Kalk. Dank der lockeren, kieshaltigen Böden fließt überschüssiges Wasser zügig ab.

    Das milde Klima in der Region verdanken die Winzer den hohen Bergen rund um das Tal. Hier finden die Rebstöcke nicht nur Ruhe, sondern auch ausreichend Schutz vor Wind und Kälte. In den Weingärten Sgarzon und Morei gedeihen die roten Rebsorten des Hauses. Die weißen Sorten stehen auf den gepachteten Flächen Fontanasanta nahe Trient.

    Weine des Guts: Rot, Weiß und stets ein Genuss

    Insgesamt bewirtschaftet die Winzerfamilie 28 Hektar Land. Die Hauptrolle spielt hier die rote Rebsorte Teroldego. Sie nimmt siebzig Prozent der Fläche ein. Elisabetta Foradori sorgte mit leidenschaftlicher Selektion und Arbeit im Weinberg für deutlich gesteigerte Qualität. So verhalf sie Teroldego zu einem gänzlich neuen Ruf. Zwanzig Prozent der Rebfläche stehen unter der Weißweinrebe Manzoni Bianco und jeweils fünf Prozent unter Nosiola sowie Pinot Grigio.

    Insgesamt produzieren Emilio und seine Geschwister jährlich rund 160.000 Flaschen Wein. Im Keller des Hauses beweisen Tonamphoren, dass die Familie auch bei der Vinifikation und in der Reifezeit neue Wege geht. Sowohl Betontanks als auch Fässer aus Holz ergänzen das Angebot, das Emilio für seine Weine nutzt.

    Wenngleich Elisabetta Foradori als Pionierin, Revolutionärin und Visionärin des Trentino gilt, steht sie heute nicht mehr allein im Rampenlicht. Ihre Kinder führen die Familiengeschichte mit der gleichen Energie und Leidenschaft fort, gehen dabei jedoch ihren eigenen Weg. Von Foradori erwarten Genießer zu Recht große Tropfen.


  • Robert Parker Wine Advocate

    92 / 100 Punkte (bezieht sich auf Jahrgang: 2017)
    „Enticing aromas of stone fruit, candied orange peel and toasted pine nut open the bouquet of the 2017 Manzoni Bianco Fontanasanta. Fruit is sourced from the Fontanasanta vineyard located 400 meters above sea level. A small part of the wine (just 10%) is aged in cement vats and amphorae. The rest is aged in acacia wood barrels. This beautiful white wine shows an extremely direct and polished bouquet that reminds me of Riesling. Indeed, Manzoni Bianco is a cross of Riesling and Pinot Bianco. Some 20,000 bottles were made.“

    Wine Spectator

    92 / 100 Punkte (bezieht sich auf Jahrgang: 2015)
    „Allow this time to open in your glass in order to fully enjoy the creamy palate's dried currant, kumquat, chamomile and brine notes. Food such as fish will help highlight the sleek, sculpted frame of racy acidity and light tannins. Drink now through 2025.“

    James Suckling

    97 / 100 Punkte (bezieht sich auf Jahrgang: 2018)
    „Peach pit, banoffee pie, petrol, dried citrus, jack fruit and dried apricots make for a wild and fascinating nose. Very phenolic and dense, but there’s stunning acidity drive and bright citrus character. Long and agile on the finish. Drink now or hold.“

    Decanter

    95 / 100 Punkte (bezieht sich auf Jahrgang: 2015)
    „This is showing candied pears and jasmine flowers in a youthful, stylish way. It is light framed, but with persistence and texture. A very feminine style in the best possible sense.“

    Jancis Robinson

    16 / 20 Punkte (bezieht sich auf Jahrgang: 2014)
    „Cedary and herbal with some of the herbal notes that I associate with wild ferment – or perhaps it is the acacia. Lightly textured with some lapsang souchong smokiness. Sour-fresh finish of quince and citrus.“

    Weinwisser

    17 / 20 Punkte (bezieht sich auf Jahrgang: 2014)
    „Der Manzoni Bianco leuchtet strohgelb im Glas. Der Wein selbst ist ein wenig trüb. Die Nase offenbart Kalk, etwas Heu, Honig und kandierte Zitrusfrucht. Am Gaumen ölig mit leichter Feuersteinnote und Thymian. Wirkt in seiner Frucht süsslich-reif, ist aber knochentrocken. Der Abgang gestaltet sich sehr lang und trotzdem erschlägt er nicht. Der Wein ist jetzt zu geniessen, braucht aber trotzdem Belüftung. Scheint etwas gezügelter zu sein als in den Vorjahren.“

    Vinum

    17,5 / 20 Punkte (bezieht sich auf Jahrgang: 2018)
    „Auffallend kräftiges Gelb, mit goldenen Reflexen. Das Bouquet duftet intensiv nach getrockneten Kräutern, Weihrauch, kandierte Zitronenschale und einem Hauch Bitterorange. Sehr komplex. Am Gaumen schliesslich sehr zitrusbetont. Ein spannender Säurebogen und eine kräftige Struktur gehen einher und münden in einem sehr langen Abgang, gekrönt von einem Hauch Bittermandeln. Definitiv ein Speisebegleiter.“
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Foradori Fontanasanta Manzoni Bianco 2019 **

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